Kredit-Klemme: IWF will Rettungsschirm für Osteuropa

Wegen der Griechenland-Krise wird es für die osteuropäischen Staaten immer schwerer, Kredite zu erhalten. Nun will der IWF gemeinsam mit der Weltbank ein Modell entwickeln, wie diese Staaten leichter an Geld kommen können.

Osteuropäische Länder wie Rumänien, Albanien, Slowenien, Serbien und Mazedonien sind von der Auswirkungen der Schuldenkrise stark betroffen (hier). Angesichts der eskalierenden Situation in Griechenland fürchten internationale Geldgeber nun jedoch, dass die Länder noch weiter angesteckt werden könnten. Aus diesem Grund wollen die Weltbank, der Internationale Währungsfonds, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die Europäische Investitionsbank eine Art Rettungsschirm aufspannen, berichtet die Times.

Dieser soll in etwa 15 Milliarden Euro wert sein. Am Wochenende wollen sich die Leiter der genannten Institutionen in Tokio über diesen so genannten südosteuropäischen Recovery-Plan beraten, so die Times.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    IST DER RUF EINMAL RUNIERT, LEBT MAN GÄNZLICH UNGENIERT

  2. Michael H sagt:

    „Nun will der IWF gemeinsam mit der Weltbank ein Modell entwickeln, wie diese Staaten leichter an Geld kommen können. “

    Mit Lastern aus Deutschland holen! So einfach ist das! Jedes Land bekommt so viele LKWs wie es braucht und die Autobahn dazu finanzieren wir gleich auch noch..

  3. ws113 sagt:

    IWF ist der Höllenhund der „OBEREN 1%“.
    Die EU ist ein SUPERJUGOSLAWIEN.

  4. Dagmar sagt:

    Ein Schirm kann mich vor Regen schützen, nicht aber vor nassen Füßen, wenn ich bis zu den Knien im Wasser stehe.

    Und wir alle stehen schon fast bis zum Hals in Schulden. Wo bleibt der öffentliche Aufschrei?

  5. Wolfgang Bender sagt:

    Die Rede von Rettungsschirme und Geld ist irreführend. Die Länder bekommen kein Geld, sondern Kredite. Kredite bestehen auch aus Schulden Zinsen und Sicherheiten und sind wie ein Strick um den Hals, der langsam zugezogen wird. Um die Zinsen zurückzuzahlen müssen durch die bereits verarmten Länder wieder neue Kredite genommen werden. Das führt zu einer Schuldenspirale, die irgendwann zusammenbricht. Und dann werden die Sicherheiten gezogen, also die noch vorhandenen Vermögenswerte enteignet.
    Das ist das ganze Ziel der Übung.

  6. Loreley sagt:

    Können wir nicht einfach Freibier ähhhh Freigeld für ALLE beschliessen?!

  7. Stefan Wehmeier sagt:

    Je länger das Elend der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz durch irgendwelche „Rettungsschirme“ hinausgezögert werden kann, desto katastrophaler wird der unvermeidliche Zusammenbruch.

  8. reiner tiroch sagt:

    am besten man legt für jedes land einen eigenen Rettungsschirm auf. haha.

  9. Matthes sagt:

    „Rettungsschirm“ ist wohl das Moderwort derzeit. Alle und alles will unter einen Rettungsschirm. Und bezahlt wird mit neuen Schulden.Für die natürlich der Steuerzahler geradesteht. Ein sehr guter Bürge. Und wer profitiert an diesem System? Natürlich die Banken, die Geld verleihen dürfen fast ohne jegliches Risiko! Man muss auf die Interessenlage achten!

  10. JensDe sagt:

    Rettungsschirm – Für mich das Unwort für 2012. Bei unsren EU-Größen und auch dem IWF hat sich mittlerweile die Meinung durchgesetzt, daß sich die wirtschaftlichen Probleme mit Rettungsschirmen lösen lassen. Es bleibt also nur die Frage der Größe des Rettungsschirmes. Reformen, um die Probleme zu lösen? Warum auch – Es gibt ja Rettungsschirme.