Euro ohne Griechenland: Schäuble erwartet „riesige Probleme für jeden“

Die Meinungsverschiedenheiten in Europa nehmen weiter zu: Finanzminister Wolfgang Schäuble hält einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone für unmöglich. Sein schwedischer Amtskollege hingegen ist sich sicher, dass Griechenland bereits im nächsten Halbjahr den Euro aufgeben wird.

Die Meinungen über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone laufen zunehmend auseinander: „Es wird nicht passieren, dass es einen Staatsbankrott in Griechenland gibt“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dem Nachrichtendienst Bloomberg zufolge bei einer Veranstaltung der deutschen Handelskammer in Singapur.

Schäuble glaubt, eine wachsende Mehrheit der griechischen Bevölkerung würde verstehen, dass es das beste für ihr Land sein, ein Teil der Eurozone zu sein. Die Proteste rund um den Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der vergangenen Woche stützen Schäubles These allerdings nicht unbedingt.

Würde Griechenland aus dem Euro ausscheiden, würde das „riesige Probleme für jeden“ nach sich ziehen, sagte Schäuble. Daher sei es besser, die Eurokrise ohne einen Austritt Griechenlands zu lösen.

Dies sieht etwa der schwedische Finanzminister Anders Borg ganz anders. Borg hält den Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone für den „wahrscheinlichsten“ Fall. Schon innerhalb der kommenden sechs Monate könnte es soweit sein. Der schwedische Finanzminister macht sich auch über die Folgen des Austritts keine Sorgen: „Weil in der Praxis ohnehin jeder weiß woher der Wind weht“, seien auch alle Akteuere bereits auf eine Eurozone ohne Griechenland vorbereitet.

Solange Griechenland in der Eurozone sei, könne es seine wirtschaftlichen Probleme nicht bewältigen: „Es ist ein bisschen schwer zu sehen, wie sie ihre Situation lösen sollen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit mit einem deutlich niedrigerem Wechselkurs zu stimulieren“, sagte Borg.

Kommentare

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  1. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    der Staatsbankrott Griechenlands ist bereits seit langem Fakt. Bankrotter geht´s ja nun wirklich nicht! Die sind von den Zockern, US- etc. Pensionsfons, Waffenhändlern (derzeit läuft ein Kauf von US-Panzern) und ihrer eigenen Nomenklatura bereits leergeplündert. Was wir hier haben ist Konkursverschleppung zwecks weiterer Ausplünderung nun insbesondere über die deutschen Arbeitnehmer, Rentner und sonstigen Fleißigen die sich was angespart haben.
    Auftraggeber von Schäuble, AAA-Steinbrück & Co ist nicht der hiesige Wähler, die hören auf andere Befehle. Deshalb kann diese inländerfeindliche Politik auch nicht beendet werden.
    Es geht um latente Drohungen, Machterhalt und langsam wohl auch um die nackte Angst, erkennbar am dauerhaften und fortgesetzten Rechtsbruch.
    Und alle Spießgesellen dieser Organisationen können nicht rechtzeitig weglaufen.
    Deshalb ist bei zunehmener Offensichtlichkeit des crashs mit massiven Absetz-bewegungen der Mitläufer zu rechnen. Und was die dann alles ausplaudern werden! Da hilft kein shredder. Beispiele aus anderen Gurkenstaaten gefällig?

    • esm hater sagt:

      Die Welt ist zu klein geworden, die verantwortlichen Politkclowns werden auch auf den Bahamas zur Rechenschaft gezogen und an die Wand gestellt, dauert nicht mehr lange…

  2. Kleiner Gedankenleser sagt:

    Bingo 😉

  3. Goldhamster sagt:

    Jeder, aber auch wirklich jeder, der auch nur ein bisschen Hirnsubstanz besitzt, erkennt,dass es das beste wäre, wenn Griechenland die Währungsunion verlassen würde. Für alle das Beste..ausser für die Gläubigerbanken natürlich. Das wissen auch die Lügennasen Schäuble & Co.

  4. Margrit Steer sagt:

    Fakt ist doch ganz eindeutig, ob Griechenland, Spanien oder sonstwer, diese Länder würden mit ihrer früheren eigenen Währung viel schneller aus den Schulden kommen, da das Konstrukt der Auf- Abwertungen bestünde.
    Also warum klammert sich Schäuble so an den Euro und will damit ganze Länder zerstören?
    Von wem wird er bezahlt, Europa zu zerstören?

  5. Pleite sagt:

    „Es wird nicht passieren, dass es einen Staatsbankrott in Griechenland gibt“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
    —–
    Aber es wird passieren, dass D bald den Staatsbankrott erklärt, denn pleite D-land hat kein Geld mehr. 😀

    • Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

      Schaeuble ( = belausche“) ist einer der ca. 25 % Advokaten in der Volkskammer.
      Und ein Advokat kann bekanntermaßen jede Meinung vertreten, vom Berufsbild her jedoch vornehmlich die falsche.
      Bei den Volkskammer-Advokaten sind zwar die Mandanten nicht bekannt, aber das macht die Sache wie man sieht auch nicht besser.
      Es sitzen halt die falschen „Berufe“ in der Volkskammer und von diesen auch noch die Schlechtesten und Bösesten.
      Zeit auszumisten! Zeit für Wertschöpfende Berufe in der Volksvertretung !

  6. Margrit Steer sagt:

    Der Euro war von Anfang eine Mißgeburt.
    Und Schäuble und Merkel wollen ja nun auch noch die Souveränität der Lander aufgeben und einen diktatorischen Zentralstaat Europa, unter der Führung der jetzt schon Diktatur Brüssel. Und das alles über die Köpfe der Bürger hinweg
    Nun bei Merkel kann ich das verstehen, die hat es nicht mit Demokratie, die will eine neue DDR.
    Aber Schäuble? Hat der sich unter Merkel derart gewandelt?
    Beide sind Staatsverbrecher und gehören vor Gericht
    Mein Gott, was ist aus unserer einstmals guten Bundesrepublik geworden

  7. Hans sagt:

    Ist ja klar, der Schäuble möchte, daß die Griechen weiterhin von der deutschen Rüstungsindustrie kaufen!

  8. Georg Treptow sagt:

    Das riesige Problem ist Schaeuble mitsamt der restlichen Flachpfeifen in der deutschen und EU Politik. In den Ruhestand mit Ihm aber pronto!

  9. Emma sagt:

    Ein Riesenproblem haben wir in allererster Linie- einfach nur dadurch – das es 2 so uneinsichtige,bornierte Menschlein gibt, wie Schäuble und Merkel.

  10. so-ist-es sagt:

    wenn er vor sogenennten problemen warnt,
    dann können wir mit sicherheit davon ausgehen, dass das gegenteil stimmig ist.

    dieser herr ist die wandelnde lüge in person.
    voller heimtücke, verschlagenheit und hinterlist.