Bundesbank-Chef: Franzosen müssen sparen

Die transnationalen Ratschlähge nehmen kein Ende: Die Schwergewichte der Eurozone müssten klare Signale aussenden, da man sich in einer Vertrauenskrise befände, sagte Bundesbank-Chef Weidmann. Das Defizit-Ziel von 3 Prozent müsse erreicht werden.

In Italien haben die grenzüberschreitenden Ratschläge das Gegenteil bewirkt und die Euro-Gegner mobilisiert (wozu das am Ende führen wird – hier). Weil aber das wahre Problem in Europa Frankreich ist, ermahnt nun Bundebank-Chef  Jens Weidmann die Franzosen – sie müssen sparen, damit der Euro nicht auseinanderfliegt. Zwar habe das Land bereits Fortschritte bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und bei der Reform des Arbeitsmarktes gemacht, aber haushaltspolitisch stehe die Regierung in Frankreich noch vor „weiteren Herausforderungen“, sagte Weidmann am Montag in einer Rede vor Studenten der französischen Handelsschule HEC in Paris.

Frankreich müsse das von der EU-Kommission vorgegebene Defizit-Ziel von drei Prozent erreichen, so Weidmann. Derzeit wird Hollande in diesem Jahr lediglich ein Defizit von 3,7 Prozent des BIPs vorweisen können, wenn nicht massive Einsparungen unternommen werden (hier). „Es ist sicher richtig, dass es im Kontext eines schwachen wirtschaftlichen Wachstums noch schwieriger ist, die Defizit-Ziele zu erreichen“, so der Bundesbank-Chef. Aber die „Schwergewichte der Eurozone“ müssten „klare Signale aussenden“ und die Glaubwürdigkeit der EU-Haushaltsregeln sowie die Strategien zur Haushaltskonsolidierung stärken. Schließlich habe es bereits einen „teilweisen Vertrauens-Verlust“ gegeben, ergänzte Weidmann.

Kommentare

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  1. fan sagt:

    Herr Weidmann, Ihre Verkündigungen von Allgemeinplätzen langweilen so, dass ich das Gähnen bekomme. Gibt es von Ihnen mal und wann einen richtig guten Kick..?

    Der kommt sicherlich, wenn das EU-Schiff bereits am Sinken ist – dann verkünden Sie: Ich sehe das EU-Schiff untergehen, und Sie bekommen dann einen schönen Platz im Buch der Wirtschafts-Geschichte..!

  2. Margrit Steer sagt:

    Nach der Wahl in Italien geht offenbar gerade unseren deutschen Euro-Fanatikern der Ar…. auf Grundeis. Sie halten am Euro fest wie Ertrinkende am Rettungsschirm.
    Hoffentlich stürzt dieses Gebilde bald zusammen

  3. ein_anderer sagt:

    Die Politclowns diesseits und jenseits des Atlantiks geben jetzt ihre letzte Vorstellung und sammeln nochmal kräftig ein: Mitnehmen, was mitzunehmen ist. Dann fällt der Vorhang. Was dann kommt, steht in den Sternen. Entweder nimmt Gott Chaos die Dinge in die Hand – oder die Weisheit. Doch letztere suche man nicht in einem Parlament.

  4. Max sagt:

    Und DAFUER wird der Franzose jetzt mit noch mehr CO2 Abzocke, Gesundheitsverletzung und Abzocke gegaengelt, denn in jedes haus und in Jede Wohnung kommt jetzt ein „Smart“ometer

    URATE (STE OCEA SMART BUILDING)

    Jetzt baut die “smarte” Firma Ocea noch Kontrollsysteme aus, in Jeder Wohnung um die Menschen nochmehr abzuzocken und zu kontrollieren!

    “Lernen, weniger zu verbrauchen, verbrauchen mehr: eine wirksame Technik für jedermann”

    Durch die Einführung einer rationelleren Konsumverhalten, beteiligen wir uns an der Erhaltung der natürlichen Ressourcen und die Reduzierung der CO2-Emissionen.
    21 ° C, ist es sicherlich die ideale Temperatur Tag. Dies ist ein wenig anders in der Nacht: Lassen Sie die Wärmestrahler mit voller
    Geschwindigkeit während der Nacht, nicht nur Abfälle Energie und Geld, sondern auch Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Wissenschaftler schlagen die Temperatur im Idealfall 16 ° für eine gesunde Schläfer.

    Das Ergebnis ist ein erholsamer Schlaf und bis zu 50% Rabatt auf Ihre Heizkosten. Ein Grad weniger spart fast 6% der Energie. (envy)

    Die Erhaltung der natürlichen Ressourcen

    Insgesamt, Frankreich, würde die Ausrüstung des gesamten Wohnungsbestandes speichern Sie die Produktion von 2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr! http://translate.google.fr/translate?sl=fr&tl=de&js=n&prev=_t&hl=fr&ie=UTF-8&eotf=1&u=http%3A%2F%2Fwww.ocea-france.com%2Fagences

  5. Die Honigbiene sagt:

    Sparen ist gut!

    Ersparen wir doch anderen Europäern ihnen unsere Mentalität aufzwingen zu wollen.

    Wer seine Arbeit in Ruhe erledigt, den Tag maßvoll mit Arbeit und freier Zeit ausfüllt, nur soviel erwirtschaftet wie er zum Leben braucht ist noch lange kein fauler Sack, der auf Kosten anderer lebt. – Womöglich sind diese Menschen zufriedener, klüger und gesünder an Leib und Seele.

    Oh bella Italia, wie toll ist es in Frankreich, diese Lebensart, keine Hektik, man hat Zeit, sitzt einfach nur auf der Bank vor dem Hause usw. und so fort. Lange hat der deutsche Michel für diese Lebensart geschwärmt und ist den Menschen vielleicht sogar mit der Forderung im Urlaub nach einem deutschen Schweineschnitzel, auf den Wecker gegangen.

    Italiener und Franzosen tröstet euch. Auch dem HartzIV Empfänger im eigenen Land wird ähnliches nachgesagt, sparen wo dieser doch auf Kosten der Allgemeinheit lebt.
    Nur sollte die Allgemeinheit fein vorsichtig mit solchen Sprüchen sein, denn die Arbeitslosigkeit kann heute jeden treffen.

    • Tacheles sagt:

      Ohne Euro,
      mit eigener Währung
      könnten alle deutschen Beschäftigen
      30 Stunden Woche arbeiten und
      mit 60 in Rente gehen
      und hätten immer noch den gleichen Wohlstand wie derzeit!

      Ein Hoch auf den Euro!

  6. ppopper sagt:

    Herr Weidmann bleibt sich und Merkel treu. Er ist fürs Sparen nach Hausfrauenart. Nun soll unser größter Handelspartner in der Welt (Frankreich) ebenfalls sparen, um das neoliberale Credo der Euroretter zu erfüllen, egal ob das Sinn macht oder nicht. Es macht schon deshalb keinen Sinn, weil diese vom Totalitarismus vergangener Tage übernommene planwirtschaftliche Vorstellung, Ökonomie fände am Reißbrett statt, völlig absurd ist. Dieses nachgerade manische Bedürfnis, im Erfüllen eines Planes (hier Einhaltung der Schuldenbremse bzw. Differgenzkriterien)

    • redakteur sagt:

      Bitte nur Realnamen verwenden und von Beleidigungen absehen. Die Redaktion

      • TACC sagt:

        Ja, hauswirtschaftlich einwandfrei arbeitende Hausfrauen beleidigen durch Vergleiche mit Merkel geht gar nicht!

  7. dparvus sagt:

    Das wahre Problem ist nicht Frankreich, es wird hier durch Fankreich offensichtlich. Spanien und andere werden folgen.

    Das wahre Problem ist der Euro, der nun schon jahrelang „gerettet“ wird, aber schon lange nicht mehr gerettet werden kann. Es wird stünlich schlimmer. Warum?

    Es ist Fiatgeld, jeder, der weiß was das heißt, weiß auch, das noch NIE eine Fiat- Währung überlebt hat. Folge einfacher mathematischer Regeln.

    Und, erschwerend, siebzehn VERSCHIEDENE Nationen (oder sind es neunzehn?) mit siebzehn VERSCHIEDEN Mentalitäten der Völker sollen gleich geschaltet agieren.

    Das wird niemals gehen. Daher ist auch die EU Teil des Problems.

    Beppo Grillo und die durchaus ernst zu nehmende Partei, die er vertritt, haben das erkannt und auch die italienischen Wähler. Da kann niemand mehr dran vorbei.

  8. poncho sagt:

    So, und was hab ich, Herr Weidmann, mit den Schulden der Franzosen zu tun? Profitiere ich auf der anderen Seite auch von meinem eingesetzten Geld?!
    Ich werde wohl in Zukunft Steuern (AO eh nichtig!) verweigern müssen…

  9. Eulenspiegel sagt:

    Ja, mehr sparen, dann ist es schneller vorbei und wir haben eine schuldenfreie neue Währung, ob NEuro oder NDm.

    Warum denkt jeder eigentlich, Staaten wären so etwas wie Kaufmannsläden?
    Sparen -> Firmenpleiten + Privatpleiten -> mehr Banken zu retten -> noch mehr sparen -> … -> Währungsreform weil jeder pleite ist und die Notenbank alle Schulden mit Konfetti bedienen muß.

    PS: Die Sparpolitik hat in den 30ern unter Brüning auch schon nicht funktioniert, funktioniert in Griechenland + Portugal nicht und wird auch nicht in Frankreich oder Deutschland funktionieren.

  10. Klotho sagt:

    Kann nun bald sein das keiner mehr auf die Ratschläge irgendwelcher Deutscher hört. Deutschland hat sich abgeschafft. Die Franzosen werden sowieso nicht auf die Deutschen hören. Und die Italiener auch nicht. Kein anderes europäisches Land wird mehr auf die Ratschläge der Deutschen hören. oder danach handeln. Auf einer italienischen Zeitungsseite las ich die italienische Version der italienischen Wahlbeteiligung, die lag bei 72 %. Warum steht in den deutschen Medien etwas über eine Wahlbeteiligung von 62 %. Die deutschen Medien lügen und bringen nicht die Wahrheit von der anderen europäischen Presse. Die Presse in Deutschland ist gleichgeschaltet wie in Nazideutschland.
    Ich kann ein wenig lateinische Sprache, sowie bin ich sehr gut in Englisch. Die deutsche Massenpresse lügt und lügt und lügt.
    Hollande wird nichts dergeleichen tun, was die deutschen politischen Eliten für Sprechblasen von sich geben ist den Franzosen egalié.

    • petitprince sagt:

      Es geht nicht um die Deutschen oder ob sie lügen oder nicht. Denn die Wahrheit ist leider: sie lügen alle! Wir leben in einer Diktatur, die EUROPA heißt, und alle nationalen Mitspieler in den 25 Ländern sind froh, fette Gehälter zu bekommen und die tatsächliche Verantwortung für ihr Land auf irgendeinen unbekannten Parlamentarier in Brüssel abschieben zu können! Eine kleine Elite lebt in Europa im Paradies auf die Kosten aller anderen Bürger. Die Zeitungen drucken IMMER das, was die Leute hören wollen, ansonsten sterben sie. Jede kleine Sensation wird ausgeschlachtet, jede noch so idiotische Information ausgebreitet, nur um vom Kernproblem abzulenken. Das Kernproblem versteht sowieso weder ein Journalist, noch ein Wirtschaftsprofessor, und noch weniger die Politiker! Die fliegen nur noch auf Sicht und schauen, dass sie wieder gewählt werden. Also blasen alle ins selbe Horn und sind zufrieden, dass es immer noch so friedlich läuft…