Nach Zypern-Bankraub: Analysten erwarten Panik bei Sparern in Südeuropa

Die überfallsartige Zwangsabgabe für die kleinen Sparer in Zypern wird in den Euro-Staaten des Südens zu einer Panik führen. Weitere Bank-Runs sind zu erwarten.

Die Enteignung der Sparer in Zypern wird weitreichende Konsequenzen für die Euro-Zone haben. Markt-Analysten zeigten sich am Samstag ebenso schockiert wie die Bürger in Zypern, die ohne Vorwarnung nun automatisch eine Banken-Steuer auf ihre Sparguthaben abgezogen bekommen.

Annalisa Piazza von der Newedge Group sagte, die Aktion werde zu „einiger Panik in der ganzen Peripherie der Euro-Zone führen, welche eine Kapitalflucht auslösen“ könne. Der Euro werde dadurch geschwächt. Die Bürger Europas werden stark verunsichert sein, weil sie nicht ausschließen könnten, dass dieselbe Aktion nicht jederzeit auch anderswo stattfinden wird.

Alberto Gallo von der Royal Bank of Scotland erklärt die Aktion der EU für besonders überflüssig, weil die zypriotischen Banken Asstes halten, die siebenmal größer sind als die Wirtschaft des Landes. Ein Beteiligung der Investoren sei ineffektiv, weil die Banken nur Anleihen von zwei Milliarden Euro ausgegeben haben. Er erwartet ebenfalls eine Kapitalflucht in anderen Ländern.

Holger Schmieding von der Berenberg Bank erwartet, dass die EZB die Lage unter Kontrolle halten werde. Das Risiko, dass die ganze Aktion „nach hinten losgehen kann, ist jedoch nicht Null“.

Die Euro-Retter haben im Morgengrauen des 16. März beschlossen, den Inhabern von Bank-Konten eine Steuer auf ihre Bankguthaben zu erheben: Bei Einlagen unter 100.000 Euro wird eine Abgabe von 6,75 Prozent fällig, bei höheren Summen sind es 9,9 Prozent (warum die ganze Aktion den Euro dennoch nicht rettet – hier).

Kommentare

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  1. Franz sagt:

    …..jetzt wird mir auch langsam klar, warum der neue Papst eine Kirche für die Armen will.
    Je mehr Arme, umso mehr Schäfchen für ihn!!
    Die EU ist ihm dabei gerne behilflich.

  2. JOBO1946 sagt:

    Am Besten ist,man hat nichts auf der Bank,denn 6,75% von Null ist Null!

  3. neunundneunzigprozent sagt:

    Wie war das,das die Spareinlagen kleiner Anleger Sicher sind.Wie kann das sein, dass dann diese von ihrem, auch wenn sie dort weniger Steuern zahlen,versteuerten Geldern zur Kasse gebeten werden nach dem Rasenmäherprinzip.Auch wenn ich dieses Geldschuldsystem für völlig falsch finde und für das Umdenken weltweit bin,so kann es nur Schritt für Schritt erfolgen.Aber was diese Politikdarsteller Europaweit veranstallten ist im höchsten Maße Raubrittertum und hat mit dem bisschen Demokratie was wir nur hatten, überhaupt garnichts mehr zu tun!!!Es sollten sich langsam die Bürger der europäischen Länder sich bündeln und einen europäischen runden Tisch bilden und diese Handlanger und Bankster zur Verantwortung ziehen!!!Ich werde mir nächste Woche das genau ansehen ,wie die Südländer reagieren und dann den Rest von meinem Konto leer machen.Mir fehlen echt die Worte!!!
    Meine Wahl wird AfD sein !!!!Deutschland wach auf,das kann ich euch sagen!!!

  4. Ewald Böhmer sagt:

    Es ist mittlerweile so offensichtlich was mit dem Euro geplant ist und wurde .
    Erst unter dem Deckmäntelchen der „Euro“ muss gerettet werden…… ja und jetzt zeigt sich der Diebstahl ganz offen !
    Das wird und ist der größte Raubzug in der Geschichte !! In erinnere mich noch gut an die Posträuber Ronald Bigs die den Postzug ausraubten und mit vielen Million verschwanden.Einige wurden zu Lebenslänglich verdonnert.Nur die Jetzigen Diebe und Räuber bleiben ungeschoren und erfreuen sich der geraubten Gelder wo andere Menschen sehr schwer für gearbeitet haben .Legalisiertes Banditen-tum hoch drei.Eine gute und Stabile und gedeckte Währung,braucht nicht gerettet zu werden von wem auch immer …….

  5. Schuldig sagt:

    Bisher war ich immer noch abwartend und habe mein Spargeld einfach auf dem unverzinsten Girokonto belassen, auf die Zinsen und Dividenten irgendeiner Anlage legte ich ohnehin keinen Wert, weil ich über mein Geld sofort verfügen will.

    Nun reicht es mir vollkommen. Morgen werde ich mein Erspartes vollständig vom Konto abheben. Die EU und ihre Vasallen haben wirklich einen Riß in der Schüssel. Diese Schamlosigkeit ist wohl nicht zu übertreffen.

    Was jetzt geschieht ist nur die Premiere zur Enteignung aller kleinen Sparer in der EU. Man probiert es jetzt in Zypern und dann wird man es in allen Ländern der EU durchziehen, wenn die Proteste verhallt sind. Vielleicht zieht man uns nur 5 % ab und wir sind zufrieden, daß es nicht mehr ist (typische Gendermethode).

  6. johannes sagt:

    Raubrittertum – ohne jegliche gesetzliche Grundlage. Schafft das Geld nun raus aus der EU, sonst seit ihr die Dummen.

  7. Ratsherr sagt:

    Liebe Leserin und lieber Leser,

    jetzt habe ich es verstanden, was es mit dem seltsamen Passus
    in den geänderten Geschäftsbedingungen aller Banken auf sich hat:

    Die Bank haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, Aufruhr,
    Kriegs- und Naturereignisse oder durch sonstige von ihr nicht zu vertretende Vorkommnisse (z.B. Streik, Aussperrung, Verkehrsstörung,
    Verfügungen von hoher Hand im In- und Ausland) eintreten.

    Das sind die Verfügungen von hoher Hand!!!

    Ratsherr

  8. Hardy sagt:

    Wenn das so weiter geht, dann fliegt uns Normalos der Euro-Wahn bald richtig um die Ohren. Mit welcher Berechtigung denkt der Homo Sapiens-Sapiens, dass er vernunftbegabt ist? Es gibt keine!

  9. frame sagt:

    Hallo, aufgewacht … !

  10. Dagmar sagt:

    Ist doch Alles gut… die EU-Diktatur sprengt sich mit solchen Aktionen selber in die Luft. Klar, aus der Sicht des kleinen Mannes ist die Enteignung der Reichen eine tolle Sache, so etwas wie Gerechtigkeit. Aber wenn im gleichen Zug den „Kleinen“ 6,75% weg genommen werden kann das zur Rebellion führen.

    Wenn ich als Zeitarbeiter es irgend wie schaffe 1000 Euro zu sparen und man nimmt 6,75% weg, dann tut mir das bitter weh. Wenn ich 10 Millionen auf der hohen Kante habe tuen die 9,9% deutlich weniger weh.

    Und, letztendlich ist der Euro schon so etwas von mausetot, mehr geht nicht.