EU: Barroso spricht von möglicher Pleite im November

Die EU kann ihre Rechnungen nicht bezahlen. Damit ist Brüssel pleite. Präsident Barroso droht nun mit einer Schließung der EU, wenn das Parlament nicht sofort im Eilverfahren einen Nachtragshaushalt beschließt.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat den Präsidenten des EU-Parlaments, Martin Schulz, aufgefordert, unverzüglich einen Not-Haushalt von 2,7 Milliarden Euro zu genehmigen. Sonst könne Brüssel seine Rechnungen nicht bezahlen. Das berichtet die belgische Zeitung Het Laatste Nieuws.

Damit wäre die Zahlungsunfähigkeit Brüssels gegeben, sagte Barroso. Würden in Brüssel normale wirtschaftliche Regeln gelten, müssten die Behörden schließen, die Beamten in Zwangsurlaub gehen.

Wenn eine Firma ihre Rechnungen nicht zahlen kann, ist sie pleite.

Sie muss die Insolvenz anmelden. Es wird ein Insolvenz-Verwalter bestellt, der entscheiden muss, ob die Firma eine Chance auf Fortbestand hat.

Doch dazu wird es im Fall der EU nicht kommen: Denn die Abgeordneten werden, wie immer, dem Drängen nachgeben.

Faktisch ist die EU jedes Jahr im November pleite (mehr hier). Das Problem ist bekannt und wird von Jahr zu Jahr fortgeschrieben (hier).

So stellte das EU-Parlament im Frühjahr 2013 fest:

In den vergangenen Jahren haben sich unbezahlte Rechnungen angehäuft, da die Mitgliedstaaten sich geweigert haben, genug Geld zur Verfügung zu stellen, um sowohl laufende als auch offene Rechnungen aus früheren Jahren zu bezahlen. Dies hat zu einem Teufelskreis geführt, in denen unbezahlte Rechnungen auf das nächste Jahr fortgeschrieben wurden. Da die jährlichen Haushalte keine Mittel enthalten, um Rechnungen aus früheren Jahren zu begleichen, sind die Schulden mit jedem Jahr angestiegen.

Im konkreten Fall geht es um einen Streit von 400 Millionen Euro aus der Flutopfer-Hilfe für Deutschland, Österreich, Tschechien und Rumänien. Einige Staaten, vor allem Großbritannien und die Niederlande, wollen das Geld für die Flut-Opfer-Entschädigung auf die letzte Tranche für die Kommission anrechnen. Doch das EU-Parlament will, dass die Staaten extra Geld für die Flutopfer auftreiben.

Spätestens am Donnerstag dürfte das EU-Parlament dafür sorgen, dass Brüssel wieder flüssig ist. Auch wenn nicht klar ist, woher das Geld wirklich kommt.

Kommentare

Dieser Artikel hat 26 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Schleswig sagt:

    Das wäre zu schön um wahr zu sein.

  2. Chichi sagt:

    Wer ist Baroso ?

  3. KIV sagt:

    „Spätestens am Donnerstag dürfte das EU-Parlament dafür sorgen, dass Brüssel wieder flüssig ist. Auch wenn nicht klar ist, woher das Geld wirklich kommt.“

    Klar wissen die wo das Geld herkommt. Aus Deutschland, dafür ist die Kuh doch da.

  4. Rob sagt:

    Barroso würde mich glücklich machen, wenn er den Laden Brüssel schließt. Aber Poltiker können nur leere Versprechen abgeben. Leider.

  5. Matthes sagt:

    Das wäre mein Traum!
    Die EU ist pleite, die EU-Organisation in Brüssel löst sich auf. Besseres könnte uns doch gar nicht passieren. Schluss mit dieser Diktatur dieser unfähigen und zu Hause ausrangierten Möchtegern-Politiker.

  6. maus sagt:

    Alles was für die Bürger schlecht war ist uns von Brüssel zugeschoben worden .Sollen Sie Pleite gehen ! doch das wird ganz sicher leider nicht geschehen ,dafür sorgt schon unsere Regierung ,die ja an dem goldenen Kalb festhält ! Solange der Steuerzahler noch einen einzigen Cent hat .Und wenn wir auch nur noch ein einziges Hemd haben ,nehmen sie es sich auch noch !
    Ich wünschte mir das es mal jemand gibt ,der dem ganzen Wahnsinn mal ein Ende bereitet !

  7. Fritz sagt:

    Prima, endlich eine gute Nachricht. Schliessen und nie mehr öffnen!

  8. Joseph Lautenschlager sagt:

    Und ich dachte nach der Lektüre des Artikelvorspanns, dass es einmal eine gute Nachricht aus Brüssel gäbe. Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn dieses antidemokratische Bürokratiemonster einfach sang- und klanglos schließen müsste.

  9. syssifus sagt:

    Die 2,7 Milliarden,wurden heute Nacht, in einer nächtlichen Aktion durchgewunken,es geht also weiter.

  10. Hans von Atzigen sagt:

    Offen sind da nur noch zwei Fragen.
    a.)Wie lange kann sich dieses jämmerliche Versagermodell noch halten?
    b.) Genauer Umfang und Bild des Absaufens.
    Letzteres ist NUR im Grobraster vorhersehbar.
    Gewiss ist NUR Eines, unabwendbar das ABSAUFEN.
    Da werkelt nur noch eine ,,Spezies,, BASTLER.

    Freundliche Grüsse