Handelsüberschuss der EU mit den USA steigt deutlich

Ausfuhren der EU-Staaten in die USA sind gestiegen / Deutschland exportiert fast doppelt so viel, wie es importiert

Der Handelsüberschuss der EU-Staaten gegenüber den USA wächst laut „Eurostat“, dem Statistikamt der Europäischen Union, weiter an. Betrug der Überschuss in den letzten vier Monaten des Jahres 2017 „nur“ 38,8 Milliarden Euro, waren es in den ersten vier Monaten dieses Jahres schon 45,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent.

Insgesamt exportierte die EU von Januar bis April dieses Jahres Waren im Wert von knapp über 130 Milliarden Euro in die USA. Die Exporte der USA in die EU beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 85 Milliarden Euro. Für die EU-Staaten ergibt das ein Plus von drei Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen vier Monaten. Für die USA ergibt sich dagegen ein dreiprozentiges Minus.

Die Ausfuhren der EU-Staaten in die USA sind also kräftig gestiegen – die der Bundesrepublik nicht. Im ersten Quartal dieses Jahres gingen sie nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs um 3,4 Prozent zurück. Das entspricht einem Rückgang von fast einer Milliarde Euro. Allerdings belegen die USA mit einem Volumen von 28,2 Milliarden Euro dennoch weiterhin Platz eins auf der Rangliste der Abnehmer deutscher Exporte. Diesen ersten Platz hat das Land seit 2015 inne – bis dahin war Frankreich jahrzehntelang wichtigster Kunde der deutschen Wirtschaft gewesen.

Was den Warenstrom aus den USA nach Deutschland im ersten Quartal dieses Jahres angeht: Das Volumen betrug 15,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 350 Millionen Euro (2,2 Prozent). Insgesamt ergibt sich daraus ein Exportüberschuss zugunsten von Deutschland in Höhe von 12,9 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 13,5 Milliarden Euro). Das heißt, Deutschland exportiert fast doppelt so viel in die USA, wie es importiert. In Prozenten ausgedrückt, lautet das Verhältnis 184 zu 100 zugunsten der Bundesrepublik.

 

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