Österreich: Industrieller Mittelstand ist Wirtschafts-Basis

Die Industrie ist das Herz der österreichischen Wirtschaft.

Das ist die Kernaussage des „Industriebuchs 2018“, welches der Geschäftsführer des Wiener Industriewirtschaftlichen Instituts (IWI), Dr. Dr. Herwig Schneider, und der Geschäftsführer der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich, Andreas Mörk, gemeinsam herausgegeben haben.

Über 3500 Industrie-Unternehmen gibt es in Österreich. Sie erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 155 Milliarden Euro und beschäftigen rund 421.000 Mitarbeiter. Durch ihre intensive Forschungs- und Entwicklungs-Tätigkeit, in die sie pro Jahr rund 4,5 Milliarden Euro investieren, sind sie ein wesentlicher Treiber des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts.

Anders als in den meisten westlich geprägten Industriegesellschaften, gibt es in Österreich nur relative wenige industrielle Großkonzerne. Mit einem Jahresumsatz von 23 Milliarden Euro ist die OMV (Öl und Gas) der mit Abstand größte österreichische Industrie-Konzern. Es folgen die Strabag (Bau, 15 Milliarden Euro Umsatz) sowie voestalpine (Stahl, 14,3 Milliarden). Das bedeutet, dass die Industrie weiterhin stark mittelständisch geprägt ist.

Österreich befindet sich derzeit in einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs, zu der die Industrie – gerade auch die mittelständische – einen bedeutenden Beitrag leistet. Damit das so bleiben kann, fordern die Autoren des Industriebuchs die Politik dazu auf, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Gerade in den Bereichen Deregulierung, bürokratische Entlastung und Bildungspolitik bleibe eine Menge zu tun, schreiben sie. Das Potential für eine weiterhin positive Entwicklung der Industrie sei zweifellos vorhanden, konstatiert Schneider. Für die Ausschöpfung dieses Potentials sei es „entscheidend, konsequent an einer umfassenden Stärkung der Zukunftsfaktoren zu arbeiten“, lautet Mörks ergänzender Appell an die politisch Verantwortlichen.

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