Digitalisierung trifft Maschinenbau besonders stark

Beobachter sind sich weitestgehend einig, dass die künstliche Intelligenz (KI) großen Einfluss auf die Beschäftigungsstrukturen von morgen nehmen wird.

Einer Untersuchung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) zufolge, könnten zwar innerhalb der nächsten 20 Jahre rund ein Fünftel aller Jobs durch KI ersetzt werden. Gleichzeitig werden jedoch auch neue Stellen geschaffen. Entweder durch die KI selbst (zum Beispiel Software-Entwickler), oder durch Umstände, die mit dem Aufkommen von KI nichts zu tun haben (beispielsweise wird es durch die demografische Entwicklung einen höheren Bedarf an Altenpflegern geben). Insgesamt wird die Zahl der Stellen wahrscheinlich sogar – wenn auch nur leicht – zunehmen.

Allerdings sind Job-Verluste und Job-Gewinne nicht auf alle Arten von Berufen gleich verteilt. Die meisten Verluste wird es bei denjenigen Arbeitsplätzen geben, die viele routinemäßige, wiederkehrende Arbeitsschritte beinhalten. Den Großteil der Zugewinne werden diejenigen Stellen verzeichnen, bei denen es darauf ankommt, kreative Ideen zu entwickeln, viel und auf hohem Niveau mit anderen Menschen zu interagieren und/oder sich in wechselnden Arbeitsumfeldern zu bewegen.

Auf die unterschiedlichen Branchen übertragen, bedeutet das, dass besonders viele Jobs in der Produktion und im Transportwesen verloren gehen. Für Deutschland sind das keine guten Nachrichten. Die Bundesrepublik ist nämlich weltweit eines der Länder mit dem höchsten Anteil an Beschäftigten in der Fertigung. Und auch die Logistik ist eine beschäftigungsintensive Branche. Zudem gehört ein Großteil der Maschinenbauer in Deutschland zum Mittelstand und damit zur industriellen Basis der deutschen Volkswirtschaft.

Mittelständische Unternehmen werden daher in die Weiterbildung ihrer Angestellten investieren müssen. Und auch die Berufsausbildungen werden sich verändern. Die Auszubildenden müssen zunehmend zum lebenslangen Lernen befähigt werden – beispielsweise über die entsprechenden Kammern und Verbände. Und auch, indem sie miteinander kooperieren, etwa gemeinsam Aus- und Weiterbildungseinrichtungen einrichten.

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