Industrie in der Euro-Zone drosselt ihr Wachstum

Die Industrie in der Euro-Zone ist im März so langsam gewachsen wie seit acht Monaten nicht mehr.

Der Einkaufsmanagerindex fiel um 2,0 auf 56,6 Punkte und damit zum dritten Mal in Folge, wie das Institut IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage unter 3000 Betrieben mitteilte. Einen so starken Rückgang gab es zuletzt 2011.

„Allerdings sollte man darüber nicht allzu besorgt sein, denn eine gewisse Normalisierung war nach dem Boom zum Jahreswechsel unausweichlich“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. „Nicht zuletzt, da die kurzfristigen Kapazitätsengpässe die Wirtschaft daran hindern, längere Zeit so stark zu wachsen.“ Zudem hielt sich das Barometer deutlich über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum überhaupt anzeigt.

Das kalte Wetter im März dürfte dem Institut zufolge zu dem Rückgang beigetragen haben. Dass die Geschäftsaussichten so schlecht bewertet werden wie seit 15 Monaten nicht mehr, deute aber auch auf andere negative Faktoren hin. „So haben sich die Exportorderzuwächse seit Ende letzten Jahres mehr als halbiert, nicht zuletzt infolge der Aufwertung des Euro“, sagte Williamson.

Am besten schlug sich die Industrie in den Niederlanden nieder – gefolgt von Deutschland und Österreich. Schlusslichter waren diesmal Frankreich und Irland.

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