Volumen von Crowdfunding verzeichnet starke Wachstumsraten

Schweizer Bevölkerung investiert zunehmend in Crowdfunding-Projekte / Kredit-Vermittlung ist die beliebteste Variante

Schwarmbasierte Finanzierungen (sogenanntes Crowdfunding) werden in der Schweiz zunehmend beliebter. Vergangenes Jahr betrug die dabei eingesetzte Investitionssumme fast 375 Millionen Franken, was fast einer Verdreifachung gegenüber 2016 entspricht. Rund 160.000 Bürger, also knapp zwei Prozent der Bevölkerung, investierten in eines der zahlreichen Crowdfunding-Projekte, die von einer der dafür mittlerweile 43 Schweizer Crowdfunding-Plattformen angeboten wurden.

Prinzipiell existieren vier verschiedene Varianten von Crowdfunding. Erstens: Das Crowddonating. Dabei geht es nicht um die Erzielung eines Gewinns. Stattdessen spenden die Teilnehmer Geld, damit soziale oder kulturelle Projekt umgesetzt werden können.

Zweitens, das Crowdsupporting. Diese Variante ähnelt dem Crowddonating insofern, als dass der Geldgeber keine Renditeerwartungen hat. Allerdings erhält er für seinen Beitrag eine Gegenleistung in Form eines Produkts (zum Beispiel ein Kunstobjekt) oder eine Dienstleistung.

Drittens, das Crowdlending. Hierbei handelt es sich um die Vermittlung eines Kredits, häufig an eine kleine Firma, die Geld für die Finanzierung eines Projekts benötigt, oder ein Unternehmen, das sich in Gründung befindet (Start-up). Die Investoren erhalten für ihre eingesetzte Summe Zinsen.

Viertens, das Crowdinvesting. Die Geldgeber investieren in ein Unternehmen (in der Regel ein Start-up) und werden dafür an dessen Gewinn beteiligt.

Geld für kleine Firmen oder Start-ups

Das Crowdlending ist die populärste der vier Varianten. Sie vereinigt fast die Hälfte des beim Crowdfunding investierten Geldes auf sich. Stark im Kommen ist aber auch das Crowdinvesting. Analysten erwarten, dass die Menge des in Crowdfunding investierten Geldes in den nächsten Jahren beträchtlich steigen wird. Zwar ist die innovative Investment-Methode in einer ganzen Reihe von Staaten (vor allem den USA und Großbritannien) derzeit noch um einiges beliebter als in der Schweiz, seit 2015 verzeichnet der Schweizer Crowdfunding-Markt allerdings stärkere Wachstumsraten als die entsprechenden Märkte fast aller anderen Länder.

 

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