Schweiz: Grosser Beitrag der Unternehmen zur Leistungsbilanz

Der Aufschwung in der Schweiz setzt sich fort.

Die gesamte Volkswirtschaft – inklusive Unternehmen und Privathaushalte – erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Leistungsbilanz-Überschuss von 18,1 Milliarden Franken. Das sind rund fünf Milliarden Franken mehr als im gleichen Zeitraum des letztens Jahres, was einem Plus von 38 Prozent entspricht. Insgesamt betrugen die gesamten Einnahmen 148,6 Milliarden Franken, die Ausgaben 130,5 Milliarden Franken.

Der Beitrag der Unternehmen zur guten Leistungsbilanz ist besonders hoch. Waren und Dienstleistungen aus der Schweiz sind im Ausland ausgesprochen begehrt, was sich im starken Exportüberschuss niederschlägt. Besonders stark nachgefragt waren Uhren sowie Erzeugnisse der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Insgesamt trugen die Unternehmen 20,0 Milliarden Franken zur Leistungsbilanz bei. Auch die Primäreinkommen (Einkommen aus Arbeit und Kapital) kommen mit 0,4 Milliarden auf einen positiven Saldo. Lediglich die Sekundäreinkommen hatten mit minus 2,3 Milliarden einen negativen Effekt auf die Gesamt-Leistungsbilanz. Das ist allerdings kein neues Phänomen, sondern für die Schweiz typisch. Das Minus ergibt sich daraus, dass ausländische Arbeitnehmer traditionell hohe Geldsummen in ihre Heimat überweisen.

Zugenommen hat auch das Nettoauslandsvermögen, und zwar um 25 Milliarden auf 872 Milliarden Franken. Dabei gingen sowohl die Aktiva zurück (um 35 Milliarden auf 4733 Milliarden) als auch die Passiva (um 60 Milliarden auf 3861 Milliarden). Für diese Entwicklungen waren primär Bewertungsverluste verantwortlich. Und zwar auf der Aktivseite vor allem durch den schwächeren Wechselkurs des US-Dollars sowie auf fallende Kurse an ausländischen Börsen. Auf der Passivseite in erster Linie die fallenden Kurse an der Schweizer Börse.

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