Österreichs Exporte erreichen Marke von 150 Millionen Euro

Exporterlöse steigen im Jahr 2018 um fast 6 Prozent / Rund 50 Prozent aller Arbeitsplätze sind exportabhängig

Die österreichischen Unternehmen werden 2018 ihre Exporterlöse deutlich steigern. Nach Schätzungen der Wirtschaftskammer werden die Auslands-Lieferungen am Ende des Jahres zum ersten Mal überhaupt die Marke von 150 Milliarden Euro überschritten haben. 2017 hatte der Wert der ins Ausland verkauften Produkte und Dienstleistungen 141,9 Milliarden Euro betragen. Die Steigerung wird also mindestens 5,75 Prozent betragen.

Pro Einwohner beläuft sich Österreichs Exportbetrag auf fast genau 17.000 Euro. Damit steht das Land im globalen Vergleich auf Rang sieben. Die wichtigsten Exportländer sind – in dieser Reihenfolge – Deutschland, Italien und die USA. Allerdings ist das Aufnahmevermögen dieser Märkte bis zu einem gewissen Grade erschöpft. Die größten Wachstumsraten werden in Asien sowie in Südamerika erzielt.

Das prognostizierte Bruttosozialprodukt fürs Jahr 2018 beträgt rund 375 Milliarden Euro. Das bedeutet, dass ziemlich genau 40 Prozent der erwirtschafteten Werte in den Export gehen. Rund 50 Prozent aller Arbeitsplätze sind – in unterschiedlichem Maße – exportabhängig. Massiv erhöht hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Unternehmen, die im Exportgeschäft tätig sind. Waren es vor 25 Jahren gerade einmal 12.000, sind es mittlerweile 58.000 (eine Steigerung von mehr als 480 Prozent). Von diesen 58.000 Firmen gehören rund 80 Prozent dem Segment der kleinen und mittleren Betriebe an.

Angesichts der riesigen Bedeutung des Exports für die österreichische Wirtschaft hat Wirtschafsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) jetzt darauf hingewiesen, dass es von entscheidender Bedeutung sei, weitere „qualifizierte Partnerschaften“ mit wichtigen Handelspartnern zu schaffen. Derzeit werde mit Japan verhandelt. Laut Schramböck werden „vor allem mittelständische Unternehmen“ von solchen Partnerschaften profitieren.

 

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