Österreich: KMU stellen deutlich mehr Mitarbeiter ein

Die gute Konjunktur der österreichischen Wirtschaft schlägt sich auch in der Einstellungsbereitschaft der kleineren Betriebe nieder.

Dies geht aus einer Creditreform-Umfrage unter 1.700 österreichischen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) im Frühjahr 2018 hervor. Demnach hat in den letzten Monaten jeder vierte mittelständische Betrieb (24,6 Prozent) neue Mitarbeiter eingestellt – ein Anstieg von mehr als 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Am einstellungsfreudigsten zeigten sich der Erhebung zufolge die Wirtschaftsbereiche Dienstleistungen (28,4 Prozent; Vorjahr: 13,7 Prozent), Verarbeitendes Gewerbe (26,2 Prozent; Vorjahr: 20,8 Prozent) und Handel (25,0 Prozent; Vorjahr: 13,1 Prozent).

Nur in der heimischen Bauwirtschaft war die Zahl der Unternehmen, die einen Personalzuwachs verzeichnen konnten, kleiner als die Zahl derjenigen Betriebe, die Personal abbauten. Allerdings werde sich das im zweiten Halbjahr deutlich umkehren, schreibt die Tiroler Tageszeitung.

Creditreform zufolge wird im kommenden halben Jahr die Beschäftigung im gesamten Mittelstands-Bereich weiter zunehmen. In den kommenden Wochen wollen, so die Gläubigerschützer, 26,7 Prozent der befragten Betriebe neue Mitarbeiter einstellen und nur 4,6 Prozent wollen ihren Personalstock verringern. Am häufigsten aufstocken würden im zweiten Halbjahr die Dienstleister und die Bauwirtschaft.

Die Arbeitslosigkeit sinkt derweil weiter. Ende Juni waren in Österreich im Vergleich zum Vorjahresmonat rund 9,1 Prozent weniger Personen ohne Stelle, berichtet der ORF. Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet waren 341.024 Personen (minus 33.949) ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank um 0,8 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent. Ende Juni gab es 274.667 vorgemerkte Arbeitslose, das waren um 9,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim Arbeitsmarktservice (AMS) ging um 6,6 Prozent auf 66.357 Personen zurück.

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