Schweiz: Zahl der Unternehmensgründungen höher als je zuvor

Die Zahl der Unternehmensgründungen in der Schweiz hat einen Höchststand erreicht / Große regionale Unterschiede

Die Zahl der Unternehmensgründungen in der Schweiz steigt weiter an. Insgesamt 22.247 neue Firmen wurden im ersten Halbjahr 2018 registriert. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs ist das ein Plus von 1,8 Prozent. Die Zahl der Gründungen bedeutet einen neuen Rekord. Noch nie beschritten so viele Schweizer den Weg der Selbständigkeit.

Was die gewählte Rechtsform angeht, so steht die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) mit 39 Prozent an erster Stelle. Platz zwei belegt die Einzelfirma mit 33 Prozent, Platz drei die Aktiengesellschaft (20 Prozent). Auf die übrigen acht Prozent verteilen sich diverse andere Rechtsformen.

Große Unterschiede existieren zwischen den einzelnen Regionen. Besonders stark war die Zunahme im Kanton Zug mit 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und zwar in absoluten wie auch in relativen
Zahlen. Auch in Genf (plus sieben Prozent) sowie im Tessin (plus fünf Prozent) war in absoluten Zahlen ein starkes Gründungswachstum zu verzeichnen. Relativ gesehen nahmen die Neugründungen auch in Appenzell Ausserrhoden (plus 18 Prozent), Uri (plus 16 Prozent) sowie
Glarus (plus 13 Prozent) stark zu. Allerdings waren die Ausgangszahlen in allen drei Fällen eher gering, sodass die absoluten Zahlen in allen drei Kantonen weiterhin vergleichsweise niedrig bleiben.

Die Zahl der Insolvenzen im ersten Halbjahr 2018 betrug 2.457 (plus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der Organisationsmängel-Liquidationen betrug 995 (minus ein Prozent).

Neugründet wurde vor allem im Dienstleistungssektor (unter anderem Dienstleister in den Bereichen Informationstechnik, Gesundheit, Soziales, Reparaturen und Ausbildung) sowie im Gastgewerbe. Bei den Insolvenzen lagen Firmen des Baugewerbes, des Handwerks und des Gastgewerbes ganz vorn.

Marktbeobachter rechnen damit, dass die Zahl der Neugründungen auch im zweiten Halbjahr 2018 steigen wird.

 

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