Unternehmen bieten immer mehr befristete Stellen an

Die Temporärbranche in der Schweiz hat starke Wachstumszahlen zu vermelden.

Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die von Temporärmitarbeitern geleisteten Arbeitsstunden um 12,9 Prozent höher als im ersten Quartal 2017. Im zweiten Quartal fiel das Plus mit 10,5 Prozent etwas niedriger, jedoch immer noch sehr hoch aus.

Wichtigster Treiber der Temporärarbeit war die Industrie. Beflügelt vom schwächeren Franken und der starken Nachfrage aus Ländern wie Deutschland und China befindet sich das Auftragsvolumen des produzierenden Gewerbes durchgehend im Aufwind.
Nachgefragt wurden Mitarbeiter der unterschiedlichsten Qualifikationsebenen. Vor allem Facharbeiter wurden hängeringend gesucht, aber auch nach Fachhelfern und Mitarbeitern mit vergleichsweise geringen Qualifikationen bestand eine starke Nachfrage. Das Gleiche gilt für kaufmännisches Personal.

Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen bietet die Temporärarbeit die Möglichkeit, in Zeiten der Hochkonjunktur Arbeitsspitzen abzuarbeiten. Großkonzerne haben selbst dann, wenn Arbeitskräfte rar sind, vergleichsweise wenig Probleme, Mitarbeiter zu rekrutieren. KMUs haben es da schwerer. So gut, wie sich die Wirtschaftslage derzeit darstellt, wären einige von ihnen aufgrund von Personalmangel überhaupt nicht in der Lage, alle Aufträge zu bewältigen, wenn sie nicht auf Temporärkräfte zurückgreifen könnten.

Rund zwei Drittel der Temporär-Mitarbeiter sind Männer, ein Drittel Frauen. Rund 40 Prozent sind jünger als 30. Die Temporärarbeit bietet jungen Menschen hervorragende Möglichkeiten, einen Einstieg ins Berufsleben zu finden. Gleichzeitig bietet sie Unternehmen die Gelegenheit, junge Berufstätige kennenzulernen und einige von ihnen als Angehörige der Stammbelegschaft von morgen zu rekrutieren. Eine bessere Möglichkeit als die Temporärarbeit, potentielle Kandidaten zu testen, gibt es kaum.

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