Online-Handel: Möbelhändler sind in ihrer Existenz bedroht

Der Online-Handel bedroht zunehmend mittelständische Möbelunternehmen.

Die Digitalisierung ist dabei, den Möbelhandel grundlegend zu verändern. Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) hat bereits mindestens einmal Möbel übers Internet gekauft, fast jeder Zweite (48 Prozent) kann sich vorstellen, dies in absehbarer Zeit zu tun.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) wird die durchschnittliche Umsatzsteigerung im Möbel-Online-Handel in den kommenden Jahren jeweils circa 15 Prozent betragen. Das Kölner Institut für Handelsforschung prognostiziert, dass durch diese Entwicklungen fast jeder dritte Möbel-Einzelhändlerin seiner Existenz bedroht ist.

Für den stationären Handel heißt das, sein Geschäftsmodell den neuen Gegebenheiten anpassen. Das geht auf zwei Wegen – auf einem geht es nicht. Der nicht gangbare Weg stellt die Eröffnung neuer Möbelhäuser dar. Allein mit Quantität lässt sich die Ausbreitung des Online-Handels nicht aufhalten – die neuen Häuser würden den bereits bestehenden nur Konkurrenz machen, der Kuchen würde nur für alle kleiner werden.

Der erste der beiden gangbaren Wege ist die Fokussierung auf Beratung und auf Service. Der große Vorteil des stationären Handels gegenüber dem Online-Handel ist der direkte Kontakt zum Kunden. Hier liegt die Chance der Möbelhäuser – sie müssen ein Einkaufserlebnis schaffen; sie müssen ihre Mitarbeiter so schulen, dass deren Beratung dem Kunden den Blick aufs Smartphone ersetzt, dass der Zeitaufwand der Möbelsuche im Netz den Aufwand des Möbelkaufs im Fachgeschäft nicht weit unterschreitet.

Der zweite gangbare Weg ist die Einrichtung eigener Online-Shops. Dabei müssen die Möbelhäuser ihre eigene individuelle Digitalmarketingstrategie entwickeln. Ganz wichtig dabei ist der Einsatz von Big Data. Das Wissen um das Kaufverhalten kann den entscheidenden Faktor dafür darstellen, dass ein Online-Shop zum Erfolg wird.

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