Auftragslage in der Elektro-Industrie verschlechtert sich

Die Auftragslage in der Elektro-Industrie entwickelt sich verhalten / Die Inlands-Nachfrage geht zurück

Die deutsche Elektroindustrie hat im ersten Halbjahr dieses Jahres einen neuen Rekord aufgestellt: Von Januar bis Juni 2018 betrug der Gesamtumsatz der Branche 96,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 92,86 Milliarden Euro gewesen. Die Steigerung entspricht einem Zuwachs von 3,6 Prozent. Der Umsatz sei „der bislang höchste jemals im ersten Halbjahr erreichte Wert“, betonte der Chefvolkswirt des „Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie“ (ZVEI), Andreas Gontermann.

Was die Produktion der Branche angeht, so ist sie im ersten Halbjahr 2018 – verglichen mit dem ersten Halbjahr des vorhergehenden Jahres – um 3,3 Prozent gestiegen. Das entspräche den Erwartungen, so Gontermann. Es sei davon auszugehen, dass die angestrebten Produktionszuwächse für das gesamte Jahr erreicht werden.

Es gibt allerdings nicht nur positive Nachrichten. Seit einiger Zeit entwickeln sich die Auftragseingänge nämlich eher verhalten. Im Juni lagen sie um 1,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dafür waren vor allem sinkende Bestellungen aus dem Inland verantwortlich: Sie gingen um immerhin 2,2 Prozent zurück. Der Rückgang der Auslandsbestellungen betrug lediglich 0,2 Prozent. Wobei die Aufträge aus dem Euro-Raum sogar stiegen, und zwar um 5,2 Prozent. Die aus dem Nicht-Euro-Raum gingen allerdings um 3,0 Prozent zurück. Vor allem das Abkühlen der chinesischen Konjunktur machte sich bemerkbar.

Das Geschäftsklima innerhalb der Branche hat dann auch nachgegeben. Wobei die Exporterwartungen – trotz des Brexits und trotz der Handelsstreitigkeiten zwischen der USA auf der einen sowie China und der EU auf der anderen Seite – kaum schlechter geworden sind. Die zurückgehende Inlands-Nachfrage führt allerdings dazu, dass die Erwartungen der Elektroindustrie nicht mehr so hoch sind wie im letzten Jahr.

 

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  1. Klare Kante sagt:

    ZITAT: „Wobei die Aufträge aus dem Euro-Raum sogar stiegen, und zwar um 5,2 Prozent.“

    Target2 machts möglich und am Ende bezahlen wir unsere Exporte auch noch selbst.
    Verschenken ist billiger!