Deutsche Maschinenbauer steigern Russland-Exporte deutlich

Die deutschen Maschinenbauer setzen nach der Trendwende im Russlandgeschäft auf eine anhaltende Erholung der Nachfrage aus dem riesigen Land.

„Russland hat sich im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt – nach all den enttäuschenden Jahren zuvor“, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Carl Martin Welcker, in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Branche hatte im vergangenen Jahr ihre Ausfuhren nach Russland um 22,5 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro gesteigert. Sie sei damit aber allerdings noch ein gutes Stück vom Höchststand 2012 entfernt, als die Hersteller dort Anlagen im Wert von knapp acht Milliarden Euro absetzten, betonte Welcker.

Danach waren die Geschäfte in Folge der Sanktionen des Westens und wegen des Rubel-Verfalls vier Jahre hintereinander eingebrochen. „In den Markt sind viele Konkurrenten eingedrungen – Koreaner und Chinesen etwa. Das merken unsere Unternehmen. Wir gehen aber davon aus, dass wir dort wieder Marktanteile zurückgewinnen“, kündigte Welcker an. Der russische Markt sei aber weiter hochgradig politisch sensibel und instabil.

Was die Sanktionen betreffe, gelte das Primat der Politik. „Wir stellen jedoch fest, dass die Wirtschaftssanktionen wenig politische Auswirkungen haben. Insofern würden wir uns wünschen, dass man sie kritisch hinterfragt. Die Dinge, die Wirkung zeigen, sollten aufrechterhalten werden und die anderen gegebenenfalls gelockert werden.“

Die USA hatten erst kürzlich neue Sanktionen gegen Russland erlassen, woraufhin die russischen Aktien- und Anleihemärkte unter starken Druck gerieten.

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