Schweiz: Beschäftigung in der Industrie nimmt stark zu

Die Schweiz hat die stärkste Zunahme der Beschäftigung in der Industrie seit 10 Jahren erfahren.

Im 1. Quartal 2018 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,6 Prozent gestiegen (+0.6 Prozent zum Vorquartal, +1,7 Prozent in Vollzeitäquivalenten). In der gesamten Wirtschaft wurden 77.000 Stellen und 11.000 offene Stellen mehr gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten (+2,0 Prozent) und auch die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung (+1,4 Prozentpunkte) haben zugenommen. Dies geht aus den neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Gemäss der Beschäftigungsstatistik wies die Schweiz im 1. Quartal 2018 insgesamt 4,961 Millionen Beschäftigte im sekundären und tertiären Sektor auf. Dies entspricht einer Zunahme von 1,6 Prozent (+77.000 Stellen) innerhalb der Jahresfrist. Sowohl im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) als auch im tertiären Sektor (Dienstleistungen) stieg die Beschäftigung um 1,3 Prozent (+14.000 Stellen) beziehungsweise 1,7 Prozent (+64.000 Stellen). Im sekundären Sektor war die Entwicklung seit 2008 nie mehr so hoch.

Bei den saisonbereinigten Werten stieg die totale Beschäftigung im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent. Im sekundären und im tertiären Sektor ist eine Zunahme der saisonbereinigten Beschäftigung von 0,5 Prozent respektive 0,4 Prozent zu beobachten. In Vollzeitäquivalenten belief sich das Beschäftigungsvolumen insgesamt auf 3,876 Millionen Stellen (+1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal). Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten stieg auch in beiden Sektoren (sekundärer Sektor: +15.000 Einheiten, +1,6 Prozent, 3. Sektor: +51 000 Einheiten, +1,8 Prozent).

Im sekundären Sektor war in fast allen Branchen das Wachstum positiv. Sowohl im Abschnitt „Baugewerbe“ (+2000, +0,6 Prozent) als auch im Abschnitt „Verarbeitendes Gewerbe“ (+11.000, +1,6 Prozent) zeigte die Entwicklung nach oben. Dies ist der stärkste Anstieg im sekundären Sektor seit 10 Jahren. Der tertiäre Sektor entwickelte sich hingegen je nach Wirtschaftsabschnitt unterschiedlich. Das stärkste Wachstum ist im Abschnitt „Gastgewerbe“ zu beobachten (+13.000, +5,4 Prozent). Einen Beschäftigungsrückgang meldete dagegen unter anderem der Abschnitt „Handel“ (-2000, -0,2 Prozent).

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