Niederländer bauen Häuser per 3D-Druck

Bau-Verfahren ist umweltfreundlicher / Spart Ressourcen und Kosten / 3D-Druck eröffnet mehr Flexibilität in Sachen Design

In Eindhoven wird in Kürze mit dem Bau von Häusern per 3D-Druck begonnen. An dem sogenannten „Projekt Meilenstein“ sind ein Ingenieurbüro, ein Immobilien-Unternehmen, der weltgrößte Hersteller von Baustoffen, Saint-Gobain aus Frankreich, sowie die Technische Universität Eindhoven (TU/e) beteiligt.

Gebaut werden fünf Häuser, die zwischen einem und drei Stockwerke hoch sein und eine Wohnfläche zwischen 95 und mehreren hundert Quadratmetern bieten werden. Die Häuser werden ein futuristisches, skulpturenhaftes Design aufweisen. Ein solches Design zu schaffen, wird durch den 3D-Druck erheblich erleichtert. Zwar ist es prinzipiell möglich, mit herkömmlichen Baumethoden gleiche Häuser zu errichten, das würde jedoch so große Kosten verursachen, dass Gebäude wie die, die jetzt in Eindhoven entstehen, bisher nur als Architektenhäuser oder Kunstprojekte errichtet wurden.

3D-Verfahren eröffnet neue Möglichkeiten

Für das 3D-Druck-Verfahren wird weitaus weniger Beton benötigt als für herkömmliche Bau-Verfahren. Der 3D-Druck spart in dieser Hinsicht also Kosten und ist darüber hinaus umweltfreundlicher, weil bei der Herstellung von Beton eine große Menge CO2 freigesetzt wird. Das neue Verfahren ermöglicht es außerdem, Features wie beispielsweise Sensoren für die Wärmeregulierung vor dem Bau der Wände in diese zu installieren. Bei herkömmlichen Bauweisen müssen die Features erst nach der Errichtung in die Wände eingebaut werden.

Die Komponenten des ersten Hauses werden in einem Labor der TU/e gedruckt. Spätestens nach der Herstellung der Teile des vierten Gebäudes wollen die Ingenieure so viel Routine entwickelt haben, dass sie die Teile für das fünfte Haus vor Ort drucken können.

Mitte 2019 soll das erste Haus bezugsfertig sein. Erweist sich das Projekt als Erfolg, soll das Verfahren weiter zur Anwendung gelangen und schließlich zur Routine werden.

 

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