Wirtschaft: Konjunkturdaten Österreichs hervorragend

Die österreichische Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer hervorragenden Verfassung.

In Österreich herrscht derzeit ein gutes Investitionsklima. Foto: dpa)

In Österreich herrscht derzeit ein gutes Investitionsklima. Foto: dpa)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt, das Investitionsniveau ist hoch, die Inflation geht zurück und der Staatshaushalt nähert sich der Überschussmarke. Nur die Arbeitslosigkeit bereitet – wenn auch vergleichsweise geringe – Sorgen.

Der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, spricht von einer „sehr positiven Situation“. Die OeNB erwartet die gleiche Steigerung des BIPs wie vergangenes Jahr, nämlich 3,1 Prozent. Das sind 0,3 Prozent mehr als bei der letzten Prognose im Dezember vergangenen Jahres. Ab dem nächsten Jahr soll sich der Aufschwung dann etwas abschwächen, jedoch wird auch für 2019 (2,1 Prozent) und 2020 (1,7 Prozent) jeweils mit starken Wachstumsraten gerechnet.

Bei den Investitionen weist Österreich – hinter Irland – die zweithöchste Quote aller europäischen Länder auf. 2017 betrug sie 4,9 Prozent. Für dieses Jahr rechnen die Analysten mit 3,5 Prozent, für 2019 mit 2,3 Prozent. Der Rückgang ist ein natürliches Ergebnis der hohen Investitionen dieses und der vergangenen Jahre – der Bedarf der Unternehmen an neuen Maschinen und neuer Ausrüstung ist ab einem gewissen Zeitpunkt bis zu einem gewissen Grad gedeckt.

Obwohl die Haushaltseinkommen dieses und nächstes Jahr um rund 1,5 Prozent ordentlich steigen, rechnen die Analysten mit einem Rückgang der Inflation. Dieses Jahr beträgt sie noch 2,2 Prozent. 2019 soll sie auf 2,0 Prozent und 2020 auf 1,9 Prozent fallen.
Ob das Budgetsaldo dieses Jahr ausgeglichen sein wird, steht noch nicht fest. Das Finanzministerium rechnet mit einem ganz leichten Minus, die OeNB mit einem Nulldefizit (0,0 Prozent). Für die nächsten zwei Jahre erwarten beide Seiten jedoch ein leichtes Plus von zunächst 0,2 und anschließend 0,4 Prozent. Das wäre der erste Haushaltsüberschuss seit 1974.

Nur die Höhe der Arbeitslosigkeit bereitet leichte Sorgen. Sie soll dieses Jahr um 0,5 Prozent auf 5,0 Prozent zurückgehen, sich in den nächsten Jahren jedoch kaum noch verringern. Damit ist aus volkswirtschaftlicher Sicht der Punkt der Vollbeschäftigung erreicht, aber nur ganz knapp.

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