Maschinenbau erwartet schlechtere Geschäfte

Die deutschen Maschinenbauer erwarten eine Verschlechterung der Situation / Gedämpfte Erwartung wegen US-Strafzollpolitik

Die Strafzollpolitik der USA hängt wie ein „Damoklesschwert“ über der Branche. (Foto: dpa)

Die Strafzollpolitik der USA hängt wie ein „Damoklesschwert“ über der Branche. (Foto: dpa)

Die Stimmung im deutschen Maschinenbau ist nach wie vor positiv – allerdings nicht mehr so positiv wie noch vor drei Monaten. Das geht aus dem aktuellen „Maschinenbau-Barometer“ der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) für das zweite Quartal 2018 hervor. Danach sind zwar knapp über zwei Drittel (68 Prozent) der Entscheidungsträger optimistisch, was die Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft anbelangt. Im letzten Quartal waren es allerdings noch 85 Prozent. Im Hinblick auf die Entwicklung der weltweiten Wirtschaft sind weniger als die Hälfte (44 Prozent) optimistisch. Im vorhergehenden Quartal waren es noch 50 Prozent, vor einem halben Jahr sogar noch zwei Drittel.

Auch was die Erwartungen an den eigenen Umsatz beziehungsweise den Umsatz der Gesamtbranche angeht, ist der Optimismus der Manager etwas zurückgegangen. Vom eigenen Unternehmen erwarteten sie im Durchschnitt ein Wachstum von 6,2 Prozent (vor drei Monaten: 8,0 Prozent), von der Gesamtbranche ein Wachstum in Höhe von 3,8 Prozent (vor drei Monaten: 4,8 Prozent).

Der Leiter des Bereichs „Industries & Innovation“ von PwC, Klaus-Peter Gushurst, erklärt die etwas gedämpften Erwartungen mit der Strafzollpolitik der USA. Die führe dazu, dass das „Risiko eines Handelskrieges zwischen den USA auf der einen und der EU sowie China auf der anderen Seite wie ein Damoklesschwert über der Branche“ hänge.

In gewisser Weise sind die Befürchtungen allerdings abstrakter Natur. Mit in nächster Zeit sinkenden Gewinnmargen rechnen nämlich nur acht Prozent der Manager. Sinkende Preise erwarten gerade mal drei Prozent. Die derzeitige Auslastungsquote stellt sich mit einem Wert von 93 Prozent dann auch hervorragend dar. Wobei zwei Drittel der Maschinenbauer sogar am Kapazitätslimit arbeiten.

 

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