3D-Druck hält Einzug in die Verpackungs-Industrie

Deutsche Unternehmen der Verpackungsindustrie setzen den 3D-Druck verstärkt ein / Schnellere Auftragsbearbeitung möglich

Die Verpackungsmaschinen-Industrie in Deutschland meldet steigende Umsatzzahlen. 2017 betrug der Zuwachs drei Prozent, so dass der Gesamtumsatz Ende des Jahres bei etwas mehr als 6,6 Milliarden Euro lag. Für 2018 erwartet der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen wieder eine Steigerung. Mit fünf bis sechs Prozent werde sie wahrscheinlich sogar ein ganzes Stück höher liegen als im letzten Jahr.

Hauptgrund für die höheren Umsatzzahlen ist vor allem der Online-Handel. Letztes Jahr wurden in Deutschland laut einer Studie des Bundesverbands Paket und Expresslogistik (BIEK) 2,84 Millionen Pakete in Deutschland transportiert – eine Steigerung zum Vorjahr um fast zehn Prozent. Dieses Jahr wird das Wachstum etwas geringer ausfallen, mit fünf bis sechs Prozent allerdings immer noch beträchtlich sein.

Besonders schnelle Fertigungsmethode

Gute Nachrichten für die Hersteller von Verpackungsmaschinen. Diese sind derzeit dabei, technisch kräftig aufzurüsten. Eine große Rolle spielt dabei die additive Fertigung, auch 3D-Druck genannt. Ihr Vorteil liegt unter anderem in der fast unendlichen großen Zahl von unterschiedlichen Formen, die man mit ihrer Hilfe herstellen kann. Dabei handelt es sich um Formen, die bisher technisch kaum möglich beziehungsweise in der Herstellung zu teuer waren, beispielsweise das Legen von Bohrungen um die Ecke.

Darüber hinaus ist der 3D-Druck eine besonders schnelle Fertigungsmethode, was den großen Vorteil mit sich bringt, Aufträge schneller bearbeiten und dadurch die Kunden rascher beliefern zu können.

Der 3D-Druck ist nicht unbegrenzt einsetzbar. Bei der Produktion großer Massen von Bauteilen lohnt er sich nicht, ist teilweise sogar unrentabel. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er für die Branche mittlerweile fast unverzichtbar ist und einen wichtigen Beitrag zu ihrem Wachstum leistet.

 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.