Österreichs kleinere Hotels schließen

Der Umbau des österreichischen Hotel-Gewerbes schreitet weiter voran.

In den vergangenen Jahren haben hierzulande fast 2.000 Hotels (genau: 1.966) zugesperrt. Dabei handelte es sich zum größten Teil um Unterkünfte der Ein-, Zwei- und Drei-Sterne-Kategorie. Im gleichen Zeitraum sind mehr als 350 Hotels im Vier- und Fünf-Sterne-Segment hinzugekommen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Betten erhöht – obwohl sich die Zahl der Unterkünfte verringert hat. Der Grund dafür ist, dass eine
Vielzahl der geschlossenen Hotels eine eher geringe Bettenzahl anbot. Dafür wurden – und werden – immer mehr große Hotels mit einer hohen Anzahl von Betten eröffnet.

„Die Zahl der Qualitätsbetten steigt ständig“, sagt dann auch die Chefin der Österreichischen Hoteliers-Vereinigung, Michaela Reitterer. Tatsache ist, dass sich so gut wie keine Gäste mehr mit einfachen Unterkünften zufriedengeben. Die Zahl der Ein-Sterne-Unterkünfte ist dann auch auf ein Minimum geschrumpft. Auch Zwei-Sterne-Betten lassen sich nur noch sehr schwer an den Mann beziehungsweise die Frau bringen.

Im Grunde genommen gibt es nur noch drei Kategorien: Das Drei-Sterne-Bett für den eher schmalen Geldbeutel. Das Vier-Sterne-Bett für den Normalgast. Und das Fünf-Sterne-Bett für den Gast mit hohen Ansprüchen.

Derzeit bieten im Sommer circa 11.727 Hotels rund 577.000 Betten an. Im Winter sind es mit 11.550 etwas weniger Hotels mit allerdings etwas mehr Betten (580.000). Interessant ist die Entwicklung, dass eine steigende Zahl von ausländischen Ketten hierzulande Häuser eröffnet. So hat die Economy-Hotelgruppe B&B, die in Deutschland mehr als 100 Unterkünfte mit rund 11.100 Betten betreibt, angekündigt, in Graz-Puntigam ein Hotel zu eröffnen. „Der österreichische Markt ist für uns sehr
wichtig“, sagt Max Luscher, Geschäftsführer von B&B.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.