Schweiz profitiert mehr als jedes andere Land

Die Schweiz profitiert in hohem Maße von Mittelzuflüssen aus aller Welt / Deutliche Einkommensverbesserung

Kein Land profitiert von der Globalisierung in absoluten Zahlen so stark wie die Schweiz. Das ist das Ergebnis des diesjährigen Globalisierungsreports der deutschen Bertelsmann-Stiftung aus Gütersloh (Bundesland Nordrhein-Westfalen).

Als Kriterium nahmen die Forscher den durch die Globalisierung bedingten zusätzlichen durchschnittlichen jährlichen Einkommenszuwachs pro Einwohner ab dem Jahr 1990 bis zum Jahr 2016. Die Schweiz kam dabei auf 1.913 Euro im Jahr, was – hochgerechnet auf 26 Jahre – eine Gesamtsumme von 49.730 Euro ergibt (in Prozenten ausgedrückt, beträgt die Einkommensverbesserung 139 Prozent). An zweiter Stelle folgt – mit beträchtlichem Abstand – Japan. Dort betrug der durchschnittliche Globalisierungs-Einkommenszuwachs pro Einwohner 1.502 Euro (Gesamtsumme: 39.046 Euro). Es folgen auf den Plätzen drei bis sechs Finnland (1.410 Euro pro Einwohner), Irland (1.261 Euro), Israel (1.157 Euro) und Deutschland (1.151 Euro).

China belegt nur einen der hinteren Ränge. Zwar ist die Wirtschaft im Reich der Mitte in den letzten 26 Jahren so stark gestiegen wie in so gut wie keinem anderen Land. Allerdings ist China in vielerlei Hinsicht noch so gut wie überhaupt nicht globalisiert – der wirtschaftliche Aufschwung hätte also noch um einiges höher ausfallen können. In Prozenten ausgedrückt, ist die Einkommensverbesserung pro Einwohner in China allerdings gewaltig: Sie liegt bei etwas über 500 Prozent, womit China in relativem Vergleich auf Platz eins des Rankings liegt.

Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung, Aart De Geus, kommentierte die Ergebnisse folgendermaßen: „Der Report zeigt, dass die Globalisierung eindeutig Wohlstandsgewinne schaffen kann. Doch sie muss so gestaltet werden, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Nur so können wir ihr Erfolgsversprechen einlösen.“

 

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