Schweizer Wirtschaft befindet sich im Aufschwung

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich im Aufwind.

Das hat eine Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ergeben, an der mehr als 4.500 Unternehmen teilgenommen haben.

Besonders positiv entwickelt sich die Situation im Detailhandel. Er hatte lange überhaupt nicht vom konjunkturellen Aufschwung profitiert. Doch jetzt zeigt die Tendenz eindeutig nach oben – trotz der starken Konkurrenz durch den Online-Handel.

Auch die Industrie zeigt sich im Durchschnitt sehr zufrieden. Die positive Stimmung schlägt sich unter anderem darin nieder, dass die Unternehmen mit einer steigenden Nachfrage rechnen und ihre Fertigungs-Kapazitäten dementsprechend ausbauen. Anders als im Ausland – beispielsweise Deutschland, wo eine ganze Reihe von Firmen ihre Produktion zurückschrauben mussten, weil ihnen das Kühlwasser fehlte – hat in der Schweiz der heiße Sommer kaum Auswirkungen auf die industrielle Produktion gehabt. Auch andere Branchen wurden vom Wetter kaum beeinflusst. Die
einzige Ausnahme stellt die Landwirtschaft dar. Sie wurde in die Untersuchung allerdings nicht miteinbezogen.

Nicht ganz so positiv wie Detailhandel und Industrie äußersten sich die Bauwirtschaft, der Finanzsektor sowie das Gastgewerbe über die wirtschaftliche Entwicklung. Insgesamt schätzten jedoch auch sie die Lage insgesamt positiv ein. Die einzigen, die sich von der Entwicklung mehr erhofft hatten und ihre Situation nicht positiv beurteilen, sind die Dienstleister.

Die Konjunkturforscher sind größtenteils der Meinung, dass es zwar zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums kommen, sich dieses jedoch in Grenzen halten wird. Für dieses Jahr wird allgemein ein Wachstum von 2,1 Prozent prognostiziert. Im Jahr 2019 wird mit einem Wachstum von 1,7 Prozent gerechnet – ein leichter Abschwung, den die Unternehmen zu verkraften in der Lage sein sollten.

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