Deutsche Lebensmittel-Industrie erzielt Rekordumsatz

Die deutsche Lebensmittel-Industrie hat letztes Jahr einen Rekordumsatz erzielt. Wie die „Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie“ (BVE) mitteilte, erhöhten sich ihre Erlöse auf 179,6 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 4,8 Prozent. Berücksichtigt werden muss dabei allerdings die Inflation. Preisbereinigt...

Die deutsche Lebensmittel-Industrie hat letztes Jahr einen Rekordumsatz erzielt. Wie die „Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie“ (BVE) mitteilte, erhöhten sich ihre Erlöse auf 179,6 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 4,8 Prozent. Berücksichtigt werden muss dabei allerdings die Inflation. Preisbereinigt beträgt die Steigerung deshalb nur 1,1 Prozent. 2016 waren es noch 1,7 Prozent gewesen.

Ausgesprochen positiv verlief das Auslandsgeschäft. Die Exporte stiegen um 6,3 Prozent auf 60,1 Milliarden Euro, womit der Auslandsanteil am gesamten Umsatz knapp über einem Drittel liegt. Die wichtigsten Abnehmerländer waren (in dieser Reihenfolge) die EU, China, die USA und die Schweiz.

Bundesweit gibt es etwas über 6.000 Unternehmen, die Lebensmittel produzieren. Sie beschäftigen 596.000 Menschen. Insgesamt schuf die Branche letztes Jahr 15.000 neue Arbeitsplätze. Die Tarifgebundenheit in der Lebensmittelbranche ist hoch: Zwei Drittel der Beschäftigten arbeitet auf Tarifbasis. 92 Prozent der Beschäftigten haben einen unbefristeten Vertrag. Nach dem Automobil-Sektor, dem Maschinenbau und der Chemie ist die Lebensmittel-Industrie die viertgrößte Branche in Deutschland, knapp vor der Elektronik und Elektro-Technik.

Auch wenn sich der Umsatz positiv entwickelte: Die Gewinne der Branche bleiben vergleichsweise bescheiden. Dafür ist der Wettbewerbsdruck in der Bundesrepublik einfach zu stark. Weniger als jedes fünfte Unternehmen (genau: 18 Prozent) erwartet, dass es dieses Jahr seinen Gewinn wird steigern können.

Ein großes Thema in der Branche ist nach wie vor das staatliche Eingreifen. „Der Verbraucher hat die Wahl, aus der Vielzahl der angebotenen Produkte diejenigen auszusuchen, die seinen Bedürfnissen entgegenkommen“, sagt BVE-Geschäftsführer Christoph Minhoff. Verbraucher seien mündig und bräuchten den Staat nicht, um zu entscheiden, was sie essen wollten und was nicht.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Klare Kante sagt:

    Liegt sicher nicht daran, das die Leute mehr essen und sollte uns bedenklich stimmen.
    Eine frohe Botschaft ist das jedenfalls keine.