Schweizer KMU bekommen Konkurrenz aus dem Ausland

Immer mehr kleine und mittelgroße Schweizer Unternehmen bekommen Konkurrenten aus dem Ausland, selbst, wenn sie nur für den Schweizer Markt produzieren.

Dies geht aus einer Studie der Credit Suisse unter 1.100 Schweizer Firmen hervor. Demnach muss sich derzeit etwa jedes zweite Schweizer KMU gegen Konkurrenz aus dem Ausland behaupten, verglichen mit etwa jedem dritten vor 10 Jahren.

Bemerkenswert ist zudem, dass auch jene KMU verstärkt Konkurrenz aus dem Ausland haben, die nur in der Schweiz aktiv sind und nur für den Schweizer Markt produzieren. Offenbar gibt es in der Schweiz sogar mehr nicht exportorientierte Firmen mit internationalen Rivalen als exportorientierte Firmen. Im Vergleich zum Jahr 2008 gibt es heute rund 60 Prozent mehr nicht-exportierende KMU, die mit ausländischen Anbietern um Kunden ringen.

Die Internationalisierung des Geschäfts erfasste neben dem Handel auch den Bau sehr stark, heißt es in der Studie. „Wir sehen für solche Binnensektoren entsprechend gewisse Risiken, denn im Gegensatz zu der immer schon im internationalen Wettbewerb stehenden KMU-Exportindustrie wurden sie bisher noch nicht darauf getrimmt, gegen Konkurrenten aus aller Welt zu bestehen“, schreiben die Analysten der Credit Suisse.
Besonders stark ist der Anteil jener Unternehmen gestiegen, welche neuerdings chinesische Konkurrenten haben, nämlich um rund 70 Prozent in den vergangenen 10 Jahren. Generell gilt, dass die meisten ausländischen Konkurrenten eines Schweizer KMU aus einem der Nachbarländer der Schweiz stammt.

Insgesamt stufen die befragten Unternehmen ihre Situation jedoch als gut ein. „Eine große Mehrheit der Firmen in der Schweiz erachtet ihre heutige Wettbewerbsposition als gut oder befriedigend. Die meisten KMU sind aber auch der Auffassung, dass eine laufende Weiterentwicklung ihres Unternehmens nötig ist, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Mehrheit verfügt über genügend finanziellen Spielraum, um die dafür nötigen Investitionen zu tätigen.“

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