Katar will in den deutschen Mittelstand investieren

Das Emirat Katar plant Milliarden-Investitionen in Deutschland und hier insbesondere in den Mittelstand.

Das berichtet das Handelsblatt unter Verweis auf Katars Finanzminister Ali Scharif al-Emadi. „Wir sehen Deutschland als einen Schlüsselspieler in der Weltwirtschaft und blicken auf den deutschen Markt mit großem Optimismus. Unsere Delegation wird neue große Investitionen verkünden“, wird Al Emadi zitiert.

Sowohl der katarische Staatsfonds als auch Privatunternehmen sind Emadi zufolge an kleinen und mittelgroßen deutschen Unternehmen interessiert.

Trotz mitunter hoher Verluste – etwa beim Einstieg beim inzwischen zweimal insolventen Solarpaneleproduzenten Solarworld oder bei der Deutschen Bank – ist die Regierung des Landes mit seinen Investitionen in die deutsche Wirtschaft zufrieden, sagt Al Emadi. „Wir sind ein Ausdauerspieler, und das in allen Sektoren.“

Das Emirat ist bei Volkswagen, der Deutschen Bank, Siemens, Hochtief, Solarworld und anderen großen deutschen Unternehmen sowie im Immobiliensektor mit bislang insgesamt 20 Milliarden Dollar engagiert, wie das Handelsblatt schreibt.

Der Reichtum Katars beruht auf seinen Gasvorräten, den drittgrößten der Welt. Katar ist der weltweit größte Produzent von Flüssiggas (Liquefied Natural Gas/LNG). Das Emirat liefert dem Weltmarkt rund 30 Prozent der Gesamtmenge. Bis 2024 will es die Produktion nach eigenen Angaben um rund ein Drittel steigern.

Im Januar wurde die Fusion der beiden führenden Gasunternehmen des Landes zum weltweit größten Produzenten von Flüssiggas abgeschlossen. Das neue Unternehmen ist aus den beiden Firmen Qatargas und Rasgas entstanden. Durch den Zusammenschluss spare Katar im Jahr umgerechnet rund 450 Millionen Euro an Produktionskosten, erklärte ein Regierungssprecher.

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