Mittelstand stoppt Investitionen in Innovationen

Nur jeder fünfte Mittelständler will in den kommenden Jahren seine Innovationskraft ausbauen /Wettbewerbsfähigkeit leidet

In Deutschland will einer Umfrage zufolge weniger als ein Drittel der Unternehmen Geld in Innovation stecken. Bei kleineren Firmen plant dies in den nächsten drei Jahren sogar nur jeder fünfte Betrieb, wie aus einer Mittelstandsumfrage der DZ Bank unter 800 Unternehmen hervorgeht. Nur die Hälfte der Firmen will mit Ausgaben in Innovationskraft neue Produkte entwickeln oder neue Geschäftsfelder erschließen. Für 92 Prozent stehe hingegen im Vordergrund, die Effizienz zu erhöhen.

DZ-Bank-Firmenkundenvorstand Uwe Berghaus nannte dies zwar grundsätzlich sinnvoll. „Aber es entsteht der Eindruck, dass im deutschen Mittelstand Innovationen nicht systematisch genug betrieben werden“, so der Manager. „Wenn Firmen deswegen den Anschluss an neue Märkte und Produkttrends verpassen, kann sich das rächen.“

Fachpersonal fehlt

Als größtes Hemmnis für mehr Innovation bewerten die Unternehmen laut der Umfrage den Mangel an geeignetem Personal. „Wenn bei zwei Dritteln der Mittelständler die Fachkräfte fehlen, um Innovationen voranzutreiben, leidet ihre Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Berghaus.

Die gute Nachricht der Umfrage sei: Es gebe kaum Unternehmen, die in den nächsten drei Jahren ihre Investitionen insgesamt verringern wollen (sieben Prozent). Alle anderen planen demnach, ihre Ausgaben zu steigern (40 Prozent) oder zumindest konstant zu halten (53 Prozent).

 

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