Schweizer KMU erwarten schlechtere Geschäfte

Das Barometer der KMU sank im August im Vergleich zum Juli auf 1,13 von 1,18 Punkten, das der Großunternehmen sank auf 0,56 von 0,58 Punkten.

Damit lägen beide Barometer aber noch über dem langjährigen Schnitt, teilte die UBS mit.

Insgesamt hätten die KMU auch besser abgeschnitten als die Großunternehmen. So habe sich das Barometer der Großunternehmen seit dem März, als der höchste Stand seit 2011 erreicht wurde, um 0,8 Punkte verschlechtert, während bei den KMU nur ein Rückgang um 0,1 Punkte zu verzeichnen war.

Getrieben wurde die jüngste Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage bei den KMU durch die meisten Subindikatoren. Insbesondere die ausländischen Auftragsbestände und die Produktion sowie die Bestellungseingänge, gemessen am Vorjahr, lagen im August tiefer, so die UBS. Die optimistischeren Aussichten der KMU hätten aber einen noch stärkeren Rückgang verhindert.

Bei den Großunternehmen zeige sich ein gemischtes Bild. Die tieferen Bestellungseingänge, die Auftragsbestände sowie das Produktionsniveau zum Vormonat hätten mehrheitlich negativ zum Barometer beigetragen. Alle anderen Subindikatoren waren besser, konnten den Rückgang des Barometers der Großunternehmen aber nicht stoppen.

Mit Blick auf die Branchen habe sich im dritten Quartal der Auftragsbestand verbessert, sowohl bei den Großunternehmen als auch bei den KMU. Bei den Großunternehmen schlage sich diese Verbesserung aber, obwohl sie grösser ausfiel als bei den KMU, weder in den Gewinnen noch in der Geschäftslage oder den Erwartungen zur Preisentwicklung nieder.

Bei den Dienstleistungsunternehmen bewerten die Großunternehmen die Lage besser als die KMU. Sowohl die Ertragslage als auch die Nachfrage sei besser gewesen, die KMU erwarten indes eine stärkere Erholung der Preise in den nächsten drei Monaten. Im Detailhandel sei derweil der Frankenschock immer noch nicht verdaut und die Geschäftslage werde weiterhin nur als befriedigend beurteilt. Beim Tourismus besser sich die Lage langsam.

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