Inflation in Österreich zieht an

Teuerungsrate im August 2,2 Prozent/ Preistreiber Treibstoff und Mineralölerzeugnisse

Die Preise in Österreich steigen weiter an. (Foto: dpa)

Die Preise in Österreich steigen weiter an. (Foto: dpa)

Die Preise in Österreich steigen weiter an. Das gilt sowohl für den Groß- als auch für den Einzelhandel.

Insgesamt betrug die Teuerungsrate im August dieses Jahres im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahrs 2,2 Prozent (im Juli waren es 2,1 Prozent gewesen). Die größten Preistreiber waren allgemeine Mineralölerzeugnisse (plus 28,6 Prozent) sowie Treibstoff (Benzin und Diesel; plus 15,2 Prozent). Stark gestiegen sind auch die Preise für Eisen und Stahl (plus 13 Prozent) sowie Chemikalien (plus 10,5 Prozent).

Gestiegen sind auch die Preise für Nahrungsmittel: Milchprodukte und Eier legten um 0,8 Prozent zu, Obst um 1,2 Prozent, Gemüse um 1,6 Prozent, Fleisch um 1,1 Prozent, Brot um 1,6 Prozent. Zigaretten verteuerten sich um 6 Prozent, Restaurantbesuche und Hotelaufenthalte um 3,1 Prozent, Zeitungen um zehn Prozent. Instandhaltungsarbeiten für Gebäude wurden 1,7 Prozent teurer, Einrichtungsgegenstände 3,8 Prozent, Gebäude-Energie 3,2 Prozent. Autoreparaturen legten um 3,2 Prozent zu.

Es gibt allerdings auch Güter und Dienstleistungen, die günstiger wurden. Die Preise für Altmaterial und Reststoffe sanken um 3 Prozent, für PKW um 0,3 Prozent, für Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik um 4,3 Prozent und für lebende Tiere um 6,9 Prozent. Auch das Fliegen verbilligte sich, und zwar um 3,6 Prozent, wobei Tickets für Städteflüge sogar um mehr als ein Drittel (34,8 Prozent) günstiger zu haben waren.

Die Gesamt-Teuerungsrate in Österreich von – wie gesagt – 2,2 Prozent lag damit knapp über der Teuerungsrate in der Eurozone (2 Prozent) und in der Europäischen Union (2,1 Prozent). Die niedrigste Rate aller EU-Staaten wies Dänemark mit 0,8 Prozent auf, die höchsten Raten waren in Osteuropa zu verzeichnen: Rumänien 4,7 Prozent, Bulgarien 3,7 Prozent, Estland 3,5 Prozent und Ungarn 3,4 Prozent. In zwölf der 27 EU-Mitgliedsstaaten war die August-Inflationsrate niedriger als im Juli, in zehn (darunter, wie gesagt, Österreich) stieg sie an. In fünf blieb sie unverändert.

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