Steuerquote in Österreich besonders hoch

In Österreich ist die Steuerbelastung besonders hoch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Österreich geben Unternehmen und Privathaushalte deutlich mehr an den Staat ab, als dies in den meisten anderen EU-Staaten der Fall ist. Im Jahr 2017 betrug die Steuerquote 42,4 Prozent. Österreich lag damit auf dem sechsten Platz aller 28 EU-Länder, wie das EU-Statistikamt „Eurostat“ errechnet hat. Im Durchschnitt betrug die Steuerquote innerhalb der EU 2017 40,2 Prozent.

2016 betrug die Steuerquote in Österreich noch 42,9 Prozent, damit war 2017 ein Rückgang von 0,5 Prozent zu verzeichnen. Ob es im Jahr 2018 ebenfalls einen Rückgang gegeben hat, ist noch nicht errechnet. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte Ende 2017 gesagt, er halte die Steuerquote im „Hochsteuerland Österreich“ für zu hoch. Der Vergleich mit den anderen EU-Staaten zeige, „wie notwendig eine Senkung der Steuer- und Abgabenquote“ sei und zwar in Richtung von 40 Prozent.

Die höchste Steuerlast hatten 2017 die Franzosen zu tragen, die Quote betrug 48,4 Prozent. Es folgten Belgien (47,3 Prozent), Dänemark (46,5 Prozent) und Schweden (44,9 Prozent). Die niedrigste Quote wies Irland auf (23,5 Prozent). Dahinter folgten Rumänien (25,8 Prozent), Bulgarien (29,5 Prozent) und Litauen (29,8 Prozent). Im Durchschnitt ist die Belastung in Osteuropa eher niedrig, in Nord- und Südeuropa eher hoch. In Mitteleuropa ist sie durchschnittlich.

In Österreich wird vor allem der Faktor Arbeit hoch besteuert. Besonders die Sozialabgaben stellen eine Belastung dar, nur in Frankreich, den Niederlanden und Tschechien liegen sie höher. Dafür sind die Abgaben auf Vermögen (Kapital, Erbschaften, Grund und Boden) gering, 2017 betrugen sie 0,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Laut einer Studie der OECD, der 36 – zumeist westliche – Industrie-Staaten angehören, beträgt sie bei ihren Mitgliedsstaaten im Durchschnitt 1,9 Prozent. In den USA waren es sogar 2,9 Prozent.

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