Deutsche Werkzeugmacher: USA-Geschäft expandiert

Exporte steigen/ „Made in Germany“ hat exzellenten Ruf

Produkte „made in Germany“ genießen in den USA weiterhin einen extrem guten Ruf. Foto: dpa

Produkte „made in Germany“ genießen in den USA weiterhin einen extrem guten Ruf. Foto: dpa

Die Vereinigten Staaten entwickeln sich für die deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller zu einem zunehmend lukrativen Markt. Letztes Jahr exportierte die Branche Erzeugnisse im Wert von über 1,2 Milliarden Euro in die USA. Das entspricht einem Plus von rund 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017. Vor allem Bearbeitungszentren, Schleif- und Drehmaschinen, Laser sowie Teile und Zubehör wurden nachgefragt. Auch für 2019 rechnen die Unternehmen wieder mit einer Steigerung der Nachfrage, wobei sie mit erwarteten fünf Prozent weitaus geringer ausfallen dürfte als im Nachfrage-Boomjahr 2018.

Der Grund für die starke Nachfrage liegt in der Tatsache begründet, dass die US-Unternehmen zunehmend spüren, dass sie mit ihren oftmals veralteten Maschinen auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig sind. Gerade in Zeiten einer zunehmenden Automatisierung besteht bei den amerikanischen Firmen ein großer Nachholbedarf. Stichworte in diesem Zusammenhang sind die Vernetzung und die Überwachung von Maschinen, weiterhin die Steigerung die Effizienz sowie die Optimierung der Produktionsprozesse. Was den Deutschen äußerst entgegenkommt, ist die Tatsache, dass Produkte „made in Germany“ in den USA weiterhin einen extrem guten Ruf genießen. Deutsche Technik und Ingenieurs-Kunst gelten in den USA nach wie vor als weltweit führend. Zwar gibt es natürlich auch in den Vereinigten Staaten Werkzeugbauer – aber das entsprechende Wissen im Bereich der Hochtechnologie, wie man es in Deutschland finden kann, existiert in den USA nicht.

Nach der Bundesrepublik selbst und China sind die Vereinigten Staaten der drittgrößte Abnehmer deutscher Werkzeugmaschinen. Gleichzeitig sind sie der viergrößte Produktionsstandort deutscher Werkzeugmaschinenbauer (nach Deutschland, China und der Schweiz). Insgesamt verfügen fast 50 deutsche Unternehmen über Niederlassungen in den USA, wo Maschinen für den US-Markt im Wert von deutlich über 300 Millionen Euro produziert werden.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.