Neues Verfahren zur Wiederverwertung von Kunststoff entdeckt

Verpackungen werden recycelt/ Weltweite Vermarktung

Das Fraunhofer Institut will einen wichtigen Beitrag auf dem Weg hin zu einer verbesserten Kreislauf-Wirtschaft leisten. Foto: dpa

Das Fraunhofer Institut will einen wichtigen Beitrag auf dem Weg hin zu einer verbesserten Kreislauf-Wirtschaft leisten. Foto: dpa

Das „Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung“ (Freising) entwickelt in Zusammenarbeit mit einer Reihe von mittelständischen Unternehmen ein Verfahren, mit dem sich gebrauchte Kunststoff-Verpackungen so schonend recyceln lassen, dass aus ihnen wieder hochwertige, reine Kunststoffe entstehen. Bei diesen Verpackungen handelt es sich um solche aus Mehrschichtlaminatfolien. Um sie zu recyceln, müssen die unterschiedlichen Folien voneinander getrennt werden, was bisher technisch nicht möglich war. Das neue Verfahren („Creasolv Prozess“) erlaubt die Trennung jedoch.

In drei Schritten soll das Verfahren zur Marktreife gebracht werden. Im ersten Schritt wird eine Pilotanlage gebaut, an der das Verfahren perfektioniert werden wird. Im zweiten Schritt wird eine Demonstrationsanlage gebaut, die über eine täglich Verarbeitungskapazität von einer LKW-Ladung Verpackungsabfällen verfügt. Im dritten Schritt werden an der Demonstrationsanlage unterschiedliche Tests durchgeführt, um ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit zu erreichen. In dieser dritten Phase sollen darüber hinaus die unterschiedlichen Kunststoffe von potentiellen Käufern begutachtet werden.

Das Projekt ist laut Fraunhofer-Institut ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer verbesserten Kreislauf-Wirtschaft. Es erfüllt die Bedingungen des am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen „Verpackungsgesetzes“ (Nachfolger der „Verpackungsordnung“). Das neue Verfahren soll als Vorlage für die Entwicklung neuer ähnlicher Verfahren für das Recyceln anderer Stoffe dienen. Die Technik soll – in Form einer Nutzungs-Lizenz – Unternehmen in aller Welt zur Verfügung gestellt werden.  

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Summe von 3,2 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Forschung für nachhaltige Entwicklung (Fona)“ gefördert. Die Förderung ist auf Programme zugeschnitten, bei denen innovative Technologien aus der Forschungs- und Entwicklungsphase in die wirtschaftliche Anwendung transferiert werden.

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