Fraunhofer entwickelt Elektro-Motor aus Kunststoff

Geringere Kosten/ Einfache Serienfertigung

Das Münchener „Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie“ (ICT) und das „Karlsruher Institut für Technologie“ (KIT) sind dabei, die Produktion von E-Auto-Motoren grundlegend zu verändern: Und zwar mit einem neuen Kühlkonzept. Dieses Konzept sieht vor, dass die Wärme nicht über das Motor-Gehäuse abgeleitet wird, sondern direkt dort, wo sie entsteht. Das ermöglicht es, das Gehäuse in Zukunft aus Kunststoff zu bauen, statt wie bisher aus Metall. Das wiederum bringt zwei große Vorteile mit sich.

Zum einen wiegt ein Gehäuse aus Kunststoff weitaus weniger als eines aus Metall. Dadurch verringert sich auch das Gewicht des Autos, was wiederum seine Reichweite erhöht, weil weniger Energie benötigt wird, um es anzutreiben.

Zum anderen ist der Bau eines Kunststoff-Gehäuses weitaus einfacher und kostengünstiger zu bewerkstelligen als der Bau eines Gehäuses aus Metall. Bei letzterem müssen mehrere verschiedene Metalle gegossen und zusammengefügt werden. Die Herstellung eines Kunststoff-Gehäuses im Spritzguss-Verfahren verursacht weniger Metallkosten, geht schneller und ist technisch um einiges weniger anspruchsvoll.

Die Serienproduktion der neuen Gehäuse ist problemlos möglich. ICT-Sprecher Stefan Tröster sagte den Deutschen Mittelstands Nachrichten, dass nicht nur die Motoren von E-Autos auf Grundlage des neuen Konzepts entwickelt werden könnten, sondern ganz allgemein die Motoren von Objekten mit elektrischem Antrieb, beispielsweise Werkzeugmaschinen, Fördertechnik-Anlagen sowie Gleichlauf-Antriebe.

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