Anlage-Roboter verwalten immer mehr Vermögen

Besser als aktive Fonds/ Ein Prozent Gebühren

Automatisierte Geldanlage im Internet breitet sich zunehmend auch in Deutschland aus. Anlageroboter, die Vermögen meist breit über Indexfonds investieren, verwalteten 2018 rund 3,8 Milliarden Euro Kundengelder. Damit hat sich das Volumen seit dem Jahr 2016 mehr als verzehnfacht.

Bei Anlage-Robotern geben Sparer zunächst an, welche Anlagezeiträume und welche Risikoneigung sie haben. Danach wird das Geld über Fonds und mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien weltweit investiert. Manche Anbieter passen das Portfolio automatisch an, wenn Börsenrisiken wachsen oder Sparziele verletzt werden könnten. Die Firmen verlangen in der Regel Gebühren von rund einem Prozent.

Mit – wie gesagt – 3,8 Milliarden Euro Kundengeldern stehen die rund 25 Anbieter hierzulande für 27 Prozent des Marktes in Europa. Indes verteilt sich das betreute Vermögen auf wenige Anbieter. Als Marktführer gilt „Scalable Capital“ aus München, der allein mehr als eine Milliarde Euro verwaltet. Zu den größeren Adressen zählen auch „cominvest“ von der Commerzbank-Tochter „Comdirect, Quirion“ von der Privatbank „Quirin“ sowie „Liqid“ aus der Vermögensverwaltung der Milliardärs-Familie Quandt.

Mit im Schnitt vier Prozent Rendite 2017 und Verlusten von mehr als fünf Prozent im schwierigen Börsenjahr 2018 haben Geldanlage-Roboter solide abgeschnitten. Damit liegen sie vor vergleichbaren aktiv gemanagten Fonds. Allerdings sind die deutschen Geldanlage-Roboter mit Gebühren von rund einem Prozent deutlich teurer als jene im Vorreiterland USA, wo nur 0,3 Prozent fällig werden.

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