Mittelständlern fehlen Mittel für Digitalisierung

Fast drei Viertel betroffen/ Boom „Fluch und Segen zugleich“

Viele Mittelständler geraten bei der Digitalisierung an ihre finanziellen Grenzen. Foto: dpa

Viele Mittelständler geraten bei der Digitalisierung an ihre finanziellen Grenzen. Foto: dpa

Ohne Investitionen in die Digitalisierung wird es für die meisten Mittelständler in den nächsten Jahren nicht gehen. Aber: Der digitale Umbruch ist in der Regel mit hohen Investitionen verbunden. Investitionen kosten Geld – Geld, über das viele Mittelständler anscheinend nicht in ausreichendem Maße verfügen. Laut einer Studie der „Technischen Universität Darmstadt“ befürchten deutlich mehr als zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen (71 Prozent), dass sie nicht über genügend Mittel verfügen, um die Digitalisierung in erforderlichem Maße umzusetzen. Betroffen sind vor allem Dienstleister, aber auch eine ganze Reihe von Fertigungs-Unternehmen.

In gewisser Weise sei „der wirtschaftliche Boom der vergangenen Jahre Fluch und Segen zugleich gewesen“, sagt Prof. Dr. Dirk Schiereck, der an der TU Darmstadt den Lehrstuhl für Unternehmens-Finanzierung im Fachbereich Rechts- und Wirtschafts-Wissenschaften innehat. „Denn wenn ein Unternehmen bereits an der Grenze seines Kreditrahmens arbeitet, um Projekte und Aufträge vorzufinanzieren, bleibt trotz bester Absichten für Investitionen in die Zukunft oft schlichtweg zu wenig finanzielle Luft.“

 

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