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Geldschwemme

EZB will Geldschwemme derzeit nicht ausweiten

Die EZB wird ihre Geldflut vorerst nicht erhöhen. Die globalen Risiken seien zu unklar. Die Bundesbank kritisiert das Programm dennoch scharf: Die Notenbanken werden so zu den größten Gläubigern der Euro-Staaten.

EZB schließt weitere Geldschwemme nicht aus

Die EZB will notfalls das angelaufene Anleihenprogramm noch ausweiten, wenn sich die Abkühlung in den Schwellenländern als sehr schwierig für die Wirtschaft der Eurozone erwiese. Das Programm mit einem Umfang von 1,14 Billionen Euro laufe bis September 2016, könnte notfalls aber verlängert werden, sagte EZB-Chef Mario Draghi.

Zahl der Übernahmen in der Chemie-Branche steigt

Weltweit gab es im ersten Quartal 36 Übernahmen und Fusionen in der Chemieindustrie. Die meisten Deals gibt es in China. Die Zahl der Übernahmen soll weiter ansteigen, weil Finanzinvestoren infolge der EZB-Geldschwemme verstärkt nach Anlagemöglichkeiten suchen.

Bond-Markt in der Krise: 10-jährige Staatsanleihen werden zum Verlustgeschäft

Deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren werden spätestens im Juni negative Erträge erzielen. Investoren machen dann Verlust, wenn sie die Anleihen bis zum Abschluss der Laufzeit halten. Nicht einmal die EZB selbst würde solche Anleihen kaufen. Ein Massenverkauf findet nicht statt – aus Mangel an alternativen Geldanlagen.

Zehnjährige Staatsanleihen der Schweiz werfen negative Rendite ab

Die Renditen von Staatsanleihen rutschen tiefer in den negativen Bereich. Die Schweiz verdient sogar an 10-jährigen Bundesanleihen. In Deutschland zahlen Anleger bei zweijährigen Schuldscheinen 0,28 Prozent drauf. Grund sind die Geldflut der EZB und die hohen Kapitalzuflüsse aus Asien.

Trotz Euro-Schwäche: Rückgang der Industrie-Aufträge hält an

Die Industrie-Aufträge sinken den zweiten Monat in Folge. Der niedrige Euro wirkt sich nicht positiv auf die Exporte aus. Im Gegenteil: Auch südeuropäische Länder profitieren von der schwachen Währung und werden wettbewerbsfähiger. Die Importe werden teurer und erschweren eine langfristige Planung.

Unternehmer reichen Verfassungsklage gegen EZB ein

Mit dem Staatsanleihen-Ankaufprogramm verstößt die EZB gegen ihr Mandat. Drei Unternehmen haben daher vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht, um die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse zu stoppen. Unter den Klägern befindet sich auch der ehemalige BDI-Chef Heinrich Weiss.

Chinesische Unternehmen investieren in großem Stil in den Euro

Die Geldschwemme der EZB veranlasst chinesische Unternehmen, sich am Aktienmarkt im großen Stil mit Euro zu versorgen. Sie reduzieren so ihre Schuldenlast oder kaufen europäische Unternehmen auf. Dabei sinken die Erträge bereits jetzt. Einige Aktien hoch bewerteter europäischer Unternehmen werfen sogar schon negative Erträge ab.

Moody’s: Deutsche Versicherungen könnten zusammenbrechen

Die Ratingagentur Moody’s verweist auf zu niedrige Kapitalpuffer kleiner deutscher Lebensversicherungen. Die niedrigen Zinsen und schärfere Regulierungen könnten Pleiten in der Versicherungswirtschaft auslösen. Die Geldschwemme der EZB erhöht den Druck auf die Versicherer zusätzlich.

EZB-Geldschwemme hilft Europas Unternehmen kaum

Selbst in den positivsten Szenarien für die Geldpolitik der EZB gibt es kaum einen messbaren Vorteil für die Unternehmen in Europa. Realistisch ist, dass die Kreditnachfrage in Europa nicht steigt, sondern die Aktienmärkte weiteren Rekorden nachjagen. Neue Schocks und Krisen werden dann das zaghafte Wachstum aufzehren und neue Schulden hervorbringen.

EZB Geldschwemme hemmt Reformen im Euro-Raum

Europas Bürger werden nicht von der am Donnerstag angekündigten Geldschwemme der EZB kommen. Auch Unternehmen finanziert sich weitgehend selbst. Vielmehr senkt EZB-Chef Draghi den Anreiz für tiefgreifende Haushaltsreformen in den Krisenländern Italien, Frankreich und Spanien. Positive Effekte auf die Wirtschaft wie Investitionen sind kaum zu erwarten.

Umfrage: Franken-Aufwertung bremst Schweizer Wachstum stark aus

Der Franken steigt nach der Entscheidung der EZB weiter in die Höhe. Das Wirtschaftswachstum in der Schweiz wird dadurch abgeschwächt. Für Finanzmarkt-Akteure schwinden die Job-Chancen. Firmen senken ihre Gewinnprognosen. Die Regierung sieht jedoch bislang davon ab, ein neues Konjunkturprogramm aufzulegen.

Schweizer Notenbank gibt Euro-Mindestkurs auf

Der mehr als drei Jahre gültige Mindestkurs des Schweizer Franken zum Euro ist Geschichte. Der Schweizer Nationalbank zufolge habe sich die Überbewertung des Franken zum Euro reduziert. Doch der Kurs des Franken schnellte nach der Entscheidung deutlich nach oben.

Unternehmen drohen Strafzinsen, wenn zuviel Geld auf dem Konto liegt

Mehrere Banken haben offenbar damit begonnen, von Unternehmen Strafzinsen zu verlangen, wenn sie zuviel Geld auf dem Konto liegen haben. Die Politik der EZB führt also dazu, dass Unternehmen, die gut wirtschaften und eine solide Liquidität haben, schlechter gestellt werden als solche, die gerne Kredite aufnehmen - eine fatale Entwicklung.

Ifo-Institut rechnet im dritten Quartal mit Stagnation

Der Ifo-Index fällt im September den fünften Monat in Folge. Das Wirtschaftsinstitut rechnet daher auch im dritten Quartal mit einer schwachen bis stagnierenden deutschen Konjunktur. Auch die geplante Geldschwemme der EZB wird der deutschen Wirtschaft nicht zu neuer Kraft verhelfen, glauben Ökonomen.

US-Vorschlag: Zentralbanken sollen Geld an die Bürger direkt verschenken

Die angesehene Zeitschrift Foreign Affairs bringt einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich; Die Zentralbanken sollten ermächtigt werden, Geld direkt an die Bürger zu verschenken. Mit diesem Ansatz würde das Problem beseitigt, dass heute ein Großteil des billigen Geldes im Banken-System hängenbleibt. Allerdings würde das monetäre Paradies auf Erden eine Hyperinflation auslösen. Die Idee zeigt: Die Finanz-Eliten sind mit ihrem Latein am Ende.

Merkel-Beraterin: Ohne Geld-Drucken der EZB käme alles noch schlimmer

Die künftige Wirtschaftsweise Isabel Schnabel hat den deutschen Sparern geraten, ihre Verluste durch die niedrigen Zinsen positiv zu sehen: Ohne das Geld-Drucken der EZB wäre alles "noch viel schmerzhafter und teurer". So kann man die Opfer der Schulden-Krise natürlich auch zu weiterem Leiden motivieren.

Extreme Maßnahmen der EZB schaden der Realwirtschaft

Die Analysten der HSH Nordbank kritisieren die Zinssenkung und die erneute massive Geldschwemme durch die EZB. Sie erwarten in der Folge Assetpreisblasen, niedrige Löhne und einen Rückgang bei Investitionen und Kreditvergabe. Doch EZB-Chef Draghi denkt bereits über weitere Schritte nach.

EZB gibt nach: Draghi könnte Inflation im Juni antreiben

Mario Draghi kündigt an, die fallenden Preise in der Euro-Zone bald wieder stärken zu wollen. So ist im Juni mit einer Lockerung der EZB-Geldpolitik zu rechnen, die die Inflation in der Euro-Zone antreiben soll. Damit gibt der EZB-Chef den Forderungen aus Frankreich nach.

Auftrags-Einbruch: Japans Industrie gerät ins Stocken

Japans Firmen halten sich mit Bestellung von Maschinen zurück. Die Aufträge der Industrie sind im Dezember um 15,7 Prozent eingebrochen. Auch der Exportüberschuss Japans war 2013 so gering wie nie zuvor. Die lockere Geldpolitik von Regierungschef Abe scheint ihre Wirkung zu verfehlen.