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Gewerkschaften

Schweizer Kanton Neuenburg führt Mindestlohn ein

Als erster Kanton der Schweiz führt Neuenburg einen Mindestlohn ein. Damit setzt er eine kantonale Abstimmung aus dem Jahr 2011 um. Arbeitgeber müssen ihren Angestellten künftig 20 Franken (16,35 Euro) pro Stunde zahlen.

Tariflöhne steigen um drei bis fünf Prozent

20 Millionen Beschäftigte in Deutschland haben einen Tarifvertrag. Die meisten von ihnen erhalten drei, im öffentlichen Dienst sogar fünf Prozent mehr Lohn. Angestellte im Osten bekommen geringfügig mehr, um das Lohngefälle langfristig abzubauen.

Gewerkschaften wollen Mindestlohn auf 10 Euro anheben

Nachdem der Mindestlohn beschlossene Sache ist, fordern die Gewerkschaften dessen Anhebung. Verdi-Chef Frank Bsirske spricht sich für eine Anhebung auf 10 Euro pro Stunde aus. Mit 8,50 sei ein sorgenfreies Leben nicht möglich.

Der Markt macht den Preis: Mindestlohn in der Globalisierung

Nach der Einführung eines Mindestlohns in Thailand ist die Textilindustrie international nicht mehr konkurrenzfähig. Umgerechnet 7,50 Euro pro Tag sind im Zeitalter der Globalisierung zu viel. Das Geschäft wandert von Thailand nach Kambodscha. Dort arbeiten Menschen für 1,25 Euro unter schlimmsten Bedingungen. Arbeitsschutz und gewerkschaftliche Organisationen sind in den Billiglohnländern nicht existent.

Forscher: Mindestlohn führt nicht aus der Hartz-IV-Falle

Nicht einmal jeder 20. Aufstocker könnte den Bezug von Hartz-IV beenden, wenn er einen Job mit Mindestlohn annimmt. Das verfügbare Einkommen steigt monatlich um lediglich 10 bis 12 Euro. Der Grund: Die wenigsten Hartz-IV-Bezieher arbeiten in Vollzeit. Der Staat spart durch die Einführung jedoch bis zu 3 Milliarden Euro pro Jahr.

Gewerkschaften überflüssig? Mindestlohn gefährdet Tarifautonomie

Der Mindestlohn bringt die Tarifautonomie der Vertragspartner in Gefahr. Den Gewerkschaften droht der Bedeutungsverlust. Eine Übergangsregelung soll neuen Tarifverträgen bis 2016 zwar Vorrang vor dem Mindestlohn geben. Doch diese Übergangsregelung führt nur dazu, dass Dumpinglöhne vertraglich festgeschrieben werden. Danach droht den Gewerkschaften die größte Niederlage seit ihrer Existenz.

„Flashmob“-Aktionen sind im Arbeitskampf erlaubt

Die Verfassungsbeschwerde vom Arbeitgeberverband gegen außerplanmäßige Streiks ist rechtens. Das Bundesverfassungsgericht erlaubt damit spontane Flashmobs, die die Arbeitgeber unter Druck setzen sollen. Der Handelsverband fühlt sich solchen Gewerkschaftsaktionen hilflos ausgeliefert.

Schneider-Ammann: Mindestlohn in der Schweiz gefährdet Arbeitsplätze

Am 18. Mai wird über die Einführung eines Mindestlohns in der Schweiz abgestimmt. Die Gewerkschaften machen für die Volksabstimmung mobil. Der Bundesrat empfiehlt die Ablehnung der Initiative. Die Einführung eines Mindestlohns hat immer einen Einfluss auf die Beschäftigung. Ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen ist jedoch umstritten.

Schweizer Regierung warnt Bürger vor Mindestlohn

Die Schweizer Regierung hat die Bürger aufgefordert, bei der Volksabstimmung am 18. Mai gegen die Einführung eines Mindestlohns von 22 Franken (18 Euro) pro Stunde zu stimmen. Doch ihr droht nach der Abstimmung zur Begrenzung der Zuwanderung eine weitere Niederlage beim Volk.

VW-Arbeiter in den USA werfen Gewerkschaft aus dem Betrieb

Die Arbeiter des VW-Werks im US-Bundesstaat Tennessee haben gegen die Vertretung durch die Auto-Gewerkschaft UAW gestimmt. Diese wollte die Arbeiter nach deutschem Vorbild in einem Betriebsrat vertreten.

Sozialverbände fordern komplette Aussetzung der Rente mit 67

Die geplante Rente mit 63 bevorzugt die Generation 50 plus, sagt Sozialverbands-Präsident Bauer. Die Regierung solle die Versicherten nicht gegeneinander ausspielen. Bauer fordert die komplette Aussetzung der Rente mit 67.

Gewerkschaften und Arbeitgeber fordern mehr Zuwanderung

DGB-Chef Sommer und Arbeitgeber-Präsident Kramer fordern den Abbau bürokratischer Hürden für Zuwanderer. Gut qualifizierte Fachkräfte seien in Deutschland willkommen. Das Recht, sich in einem anderen Land niederzulassen, gehöre zu den Grundwerten der EU.

Merkels Wirtschaftspolitik stößt in Brüssel auf Widerstand

Bundeskanzlerin Merkel will mehr Kompetenzen bei der Wirtschafts- und Sozialpolitik nach Brüssel übertragen. Mit diesem Wunsch ist sie bei den Regierungschefs der anderen EU-Mitgliedsländer auf massiven Widerstand gestoßen. Merkels Pläne seien nicht solidarisch genug.

Wirtschaftsverband warnt: Rezession in Italien vertieft sich

Der soziale Zusammenhalt in Italien geht verloren. Das gefährde die Zukunft Italiens, warnt der größte Wirtschaftsverband des Landes. Die Wirtschaft werde um 1,8 Prozent schrumpfen. Zuvor waren die Experten von einem kleineren Minus ausgegangen.

Zahl der Lehrstellenverträge so gering wie nie

In Deutschland ist die berufliche Ausbildung auf den niedrigsten Stand seit der Einheit gesunken. Diese Entwicklung könnte auf eine Verschärfung der Krise hindeuten.

Arbeitgeber wollen Gastarbeiter nach Deutschland holen

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert den Vorschlag von Arbeitgeberpräsident Kramer. Bevor eine neue Welle von Gastarbeitern nach Deutschland geholt wird, müssten Langzeitarbeitslose eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Griechenland: Gewerkschaften wollen gegen Schäuble demonstrieren

Am Donnerstag will der deutsche Finanzminister nach Griechenland reisen. Schäuble kommt, um die deutsche Unterstützung bei der Gründung einer staatlichen Förderbank zuzusichern. In Griechenland ist man jedoch skeptisch. Die Gewerkschaften haben zu Generalstreiks und Protesten anlässlich Schäubles Besuch aufgerufen.

Leiharbeit: Unternehmen brauchen Zustimmung des Betriebsrats

Wenn Leiharbeit auf Dauer angelegt ist, können künftig die Betriebsräte ein Veto dagegen einlegen. Das Urteil könnte den Einsatz von Leiharbeit in Deutschland signifikant verändern - und zwingt die Gewerkschaften, Position zu bekennen.

Krisensitzung: Karstadt braucht Notfallplan von Berggruen

Der Umsatz bei Karstadt ist deutlich zurückgegangen: minus 10 Prozent seit Oktober. Die Eurokrise belastet das Geschäft. Am Dienstag kommt Karstadt-Retter Nicolas Berggruen nach Essen zu einer Krisensitzung.

Mai-Demonstrationen: Hunderttausende auf den Straßen

Über 400.000 Bürger nahmen an Kundgebungen der Gewerkschaften teil. Hier blieb es bisher friedlich. In Berlin allerdings musste die Polizei bei einer NPD-Kundgebung Wasserwerfer einsetzen.