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Tariflohn

Weniger Tarifverträge: Lohnungleichheit in Deutschland wächst

Die Lohnschere geht in Deutschland stärker auseinander als in Großbritannien oder den USA. Der Anteil der tarifgebundenen Betriebe ist von 60 auf 35 Prozent gesunken. Doch auch Besserverdienende konnten ihre Löhne in 20 Jahren nur um inflationsbereinigt 2,5 Prozent steigern.

EZB und Bundesbank mischen sich in die Lohnentwicklung ein

Der Chef der Bundesbank fordert eine Lohnerhöhung von durchschnittlich drei Prozent in Deutschland. Damit folgt Jens Weidmann der Forderung von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet. Die Zentralbanken wollen höhere Löhne, weil sie auf positive Impulse bei der Preisentwicklung hoffen. Die Inflation in Deutschland liegt derzeit bei nur 1,0 Prozent. Arbeitgeber und Gewerkschaften verbitten sich jedoch eine Einmischung in ihre Tarifhoheit.

Institut misst stärksten Reallohn-Anstieg seit 15 Jahren

Das WSI-Institut erwartet den stärksten Kaufkraftzuwachs seit 1999, kurz vor dem Platzen der Internetblase. Für über 16 Millionen Beschäftigte gibt es dieses Jahr eine Lohnerhöhung von 3,1 Prozent. Zusammen mit der niedrigen Inflation gebe es einen starken Anstieg der Kaufkraft.

Tariflöhne steigen in Frankreich langsamer als in Deutschland

In Frankreich steigen die Tariflöhne seit zwei Jahren langsamer als in Deutschland. Der Vorteil bei der Kaufkraft wird durch steigende Preise geschmälert. Die Teuerungsrate lag 2013 hierzulande bei 1,6 Prozent, im Nachbarland dagegen nur bei 1,0 Prozent.