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Troika

Troika: Griechenland erreicht Schuldenziel nur mit neuem Sparprogramm

Weil die griechischen Schulden im kommenden Jahr wieder auf 164 Prozent des BIP steigen werden, muss Griechenland die Ausgaben um weitere 5,5 Prozent kürzen. Die Troika sieht viele Risiken und erwartet weitere Finanzhilfen von der EU.

Schäuble: Griechenland soll sich ein Vorbild an Estland und Slowenien nehmen

Deutschland würde alles tun, um in der Eurozone zu bleiben – sagt Finanzminister Schäuble. Das muss auch von den Griechen erwartet werden. Schließlich hätten andere Länder noch viel mehr Opfer für Reformen bringen müssen.

Portugal: „Wir werden nicht nach weiterem Geld fragen“

Portugal hat von der Troika die Zusage für die Auszahlung der nächsten Tranche erhalten. Der Finanzminister Portugals begründete die Entscheidung damit, dass sein Land die Bedingungen erfüllt hätte. Zuversichtlich betonte er, „wir werden nicht nach mehr Zeit oder Geld fragen“. Irland erhielt die Bestätigung bereits am Montag.

Neue Auflagen: EU will Griechenland aus dem Euro drängen

Die EU hat 38 neue, unerfüllbare Auflagen an Griechenland geschickt. Diese müssen bis kommenden Mittwoch erledigt sein. Die Aktion deutet darauf hin, dass die EU Griechenland zum Euro-Austritt zwingen will.

IWF will keine Mehrkosten für Griechenland übernehmen

Mehr als die ursprünglich zugesagten 30 Milliarden für Griechenland will der IWF nicht zahlen. Sollte das Rettungspaket erweitert werden müssen, müssen die Euro-Länder dafür aufkommen. Aber ohne Aufstockung der Rettungsschirme fließt sowieso kein Geld des IWF nach Griechenland.

Erneut Massenproteste in Athen erwartet

Drei griechische Gewerkschaften haben zu erneuten Protesten gegen die harten Sparmaßnahmen aufgerufen. Die Mitglieder wollen sich am Nachmittag vor dem Parlament versammeln, wo zu selben Zeit eine Debatte über das neue Notfallgesetz stattfindet.

Portugal: Forderung nach Schuldenschnitt wird lauter

In Portugal wächst der Druck, dem Beispiel Griechenlands zu folgen: Erstmals erhebt nun eine große Partei die Forderung nach einem Schuldenschnitt.

Peinlicher Fehler der EU: Griechen-Verfassung kann erst 2013 geändert werden

Der Troika scheint bei einer ihrer Forderungen an die Griechen ein peinlicher Fehler unterlaufen zu sein: Die geforderte Verankerung des Primats des Schuldendienstes in der Verfassung ist zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich. Das immer wieder von Putschisten überrumpelte Land hat nämlich lange Fristen für Verfassungsänderungen. Frühestens könnte der Schuldendienst 2013 in die Verfassung. Ob die Griechen dann dazu noch Lust haben, ist zweifelhaft.

Der Troika-Geheimbericht: Griechenland-Rettung beruht auf Fantasiezahlen

Die Entscheidung der Euro-Finanzminister, weitere 130 Milliarden Euro für die „Rettung“ Griechenlands freizugeben, beruht auf Annahmen, die der Realität nicht standhalten können: So soll Griechenland nach den Berechnungen der Troika bereits Ende 2013 nur noch ein Defizit von -1% haben, und ab 2014 bereits wieder Wachstum verzeichnen. Realistisch ist in den Bericht wohl nur eine Zahl: Dass Griechenland bis 2020 einen „Finanzierungsbedarf von 245 Milliarden Euro“ haben wird.

Griechenland rechnet mit weiteren Unruhen: Militär und Bürgerschutz gestärkt

Der Personalabbau in der griechischen Verwaltung wird zwei Bereiche nicht betreffen: Militär und Bürgerschutz brauchen nicht zu sparen. Offenbar bereitet sich die Regierung auf weitere massive Unruhen vor.

Umfrage: Nach der Griechenland-Wahl gibt es in Athen keine stabile Regierung mehr

Große Sorge bei den Euro-Rettern: Die neuesten Umfragen aus Athen zeigen, dass es nach der nächsten Wahl keine Mehrheitsregierung mehr geben kann. Damit werden alle Bailout-Bestrebungen zunichte gemacht. Die EU wird in einigen Monaten keinen ihrer Vertragspartner noch im Amt vorfinden.

Offenbar verheerender Troika-Bericht: Griechenland hat Ziele nicht erreicht

Die Troika hat Griechenland offenbar ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Einem streng vertraulichen Bericht zufolge soll Griechenland 245 Milliarden Euro benötigen, um zu überleben. Die Finanzminister wollen dennoch jetzt den nächsten Bailout irgendwie auf die Reihe bringen. Von den Banken werden weitere 5,5 Milliarden Euro an Zinsverzicht erwartet.

Troika plant Ständige Vertretung in Athen

Die Niederlande gehen mit harten Forderungen in die in diesen Minuten beginnenden Verhandlungen über die Griechenland-Rettung: Sie wollen nicht mehr bezahlen als vereinbart und wollen zur Überwachung eine ständige Kontroll-Einrichtung in Athen etablieren.

Griechenland: Notfallgesetz soll schnell 325 Millionen Euro-Loch stopfen

Das griechische Finanzministerium hat ein Notfallgesetz entworfen, um die erforderlichen 325 Millionen Euro schnell einsparen zu können. Bereits Sonntagnacht soll das Parlament abstimmen. Weitere Kürzungen bei den Renten und Gehältern sind Teil des Gesetzes.

Griechenland: Defizit steigt schon wieder, erreicht 129%

Griechenland wird das geforderte Defizitziel von 120 Prozent nicht erreichen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf einen Beamten. Dieses Ziel ist allerdings Voraussetzung für das zweite Rettungspaket.

Griechenland: EU will nächste Tranche erst nach Neuwahl auszahlen

Deutschland, Finnland und die Niederlande drängen dazu, einen Teil oder sogar das ganze neue Rettungspaket für Griechenland erst nach den Neuwahlen auszuzahlen. Eine komplette Aufschiebung des möglichen Paketes steht auch zur Diskussion. Indes hat Antonis Samaras seine Zustimmung zu dem neuen Programm gegeben.

Griechenland: Europäische Sozialdemokraten schicken eigene Troika

Die Sozialdemokraten im EU-Parlament werden eine „alternative Troika“ nach Griechenland schicken. Sie wollen ein Programm des Wachstums und der Beschäftigung aufstellen.

Deutschland und Niederlande glauben nicht, dass Griechenland sparen will

Trotz Verabschiedung der Sparmaßnahmen im griechischen Parlament ist das nächste Rettungspaket noch nicht sicher. Besonders Deutschland und die Niederlande sind skeptisch, wenn es um die Durchführung der Maßnahmen geht. Die Zeit wird eng: Griechenlands BIP ist im 4. Quartal um sieben Prozent gesunken.

Zinsen für deutsche Staatsanleihen steigen wieder

Nach der Abstimmung über die Sparmaßnahmen im griechischen Parlament werden die deutschen Anleihen uninteressanter. Die Lust der Banken, in profitablere Anleihen zu investieren, ist wieder gestiegen. Geld dafür hat die EZB ja verteilt und ein weiteres Geldpaket folgt Ende Februar.

Griechenland verkündet Neuwahlen im April

Die jüngsten Ausschreitungen in Griechenland haben die Politiker aufgeschreckt. Nun sollen im April Neuwahlen abgehalten werden. Wenn es wirklich dazu kommt, wird die Umsetzung der Sparbeschlüsse wohl einmal in den Hintergrund treten. Ministerpräsident Papademos muss zudem die Regierung umbilden.