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Zwangs-Abgabe

Merkel verspricht Europa blühende Landschaften

Angela Merkel kündigt die Rettung Europas nach dem Muster der deutschen Wiedervereinigung an. Im Süden sollen blühende Landschaften entstehen. Nach der Bundestags-Wahl hofft Merkel auf Besserung durch mehr Wettbewerb und grenzenlose Solidarität. Wir werden Zeugen einer Fata Morgana in der Trostlosigkeit der europäischen Schulden-Wüste.

Südeuropa: Nicht beglichene Kredite gefährden Finanzsystem

Die EU versucht hektisch, Regeln für Banken-Pleiten in Europa aufzustellen. Der Grund: Durch das billige EZB-Geld haben zu viele Leute in Südeuropa billige Kredite bekommen. Nun können sie diese wegen der Rezession nicht mehr bedienen. Ein Wettlauf mit der Zeit hat begonnen. Wenn die Kredit-Blase platzt, müssen die deutschen Spareinlagen verfügbar sein. Anders geht es nicht mehr.

Schäuble will Geldpolitik der EZB stoppen

Wolfgang Schäuble werden die ungeheuren Mengen an Geld unheimlich, die die Zentralbanken in die Märkte gepumpt haben. Er fordert die Zentralbanken auf, die Liquidität wieder einzusammeln. Diese haben allerdings nicht die geringste Ahnung, wie das gehen soll. Den Zentral-Planern dämmert, dass das Spiel zu Banken-Crashs führen dürfte. Daher will die EU die Sparer an Banken-Crashs beteiligen, um einen System-Zusammenbruch zu vermeiden.

Einfacher Geldtransfer: EU will jedem Bürger Bankkonto ermöglichen

Die EU-Kommission will, dass Bürger künftig überall unbegrenzt Bankkonten eröffnen. Diese Maßnahme dient vor allem den internationalen Großbanken: Sie haben effizientere Möglichkeiten, im Crash-Fall die Zwangsabgabe der Bank-Kunden europaweit einzuziehen.

Börsensteuer wird zum Problem für Unternehmen in Europa

Neben der Enteignung von Bank-Kunden zielen die Euro-Schuldenstaaten mit der geplanten Börsensteuer auf die Aktionäre bei börsennotierten Unternehmen. Dies sind in unter anderem große Pensionsfonds. Rentner wie Kleinaktionäre dürften große Teile ihrer Anlagen verlieren. Eine Kapitalflucht aus Europa droht.

EU will wieder Vertrauen in die Banken schaffen

Die EU will die Sparer per Gesetz an den Banken-Rettungen beteiligen. Die Verhandlungen über den Modus sind an einem kritischen Punkt angelangt: Brüssel will, dass die Sparer in Form einer europäischen Einlagensicherung geschützt werden. Die Banken der Süd-Staaten können offenbar nur mit einem Beitrag der deutschen Sparer gerettet werden.

Angst vor dem Haircut: Deutsche horten das Bargeld

In der EU ist deutlich mehr Bargeld im Umlauf als noch vor einem Jahr. Dennoch bezahlen die Bürger nicht mehr Produkte mit Bargeld. Vielmehr holen sie das Bargeld von den Banken und horten es unter der Matratze. Die Angst vor einer drohenden Enteignung geht um.

Zypern: Bank-Kunden heben an einem Tag 380 Millionen Euro ab

Es gab zwar keinen Bank-Run in Zypern am ersten Tag. Doch haben die Bank-Kunden in aller Ruhe gewaltige Summen abgehoben - und das trotz Beschränkungen.

Zypern-Deal: EU stellt Bankensystem um

Der Deal Zyperns mit der EU bedeutet die Übernahme der Kontrolle aller europäischen Bank-Guthaben durch die EU. Wer sein Geld auf die Bank getragen hat, hat ab sofort keine Sicherheit mehr, dass er es jemals wiedersieht. Ab sofort sind alle Banken in der Euro-Zone offizielle Hausbanken der Bürokraten in Brüssel.

Schäuble: Spareinlagen sind sicher, wenn es keine Staatspleite in Europa gibt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagt, die deutschen Spareinlagen sind sicher – sofern nicht ein europäisches Land zahlungsunfähig wird. Damit räumt Schäuble erstmals ein, dass der Euro-Crash von den deutschen Sparern bezahlt werden wird. Allerdings hält Schäuble die Vorstellung, ein Land könne pleitegehen, für „unrealistisch“.

Zypern: EZB ist auf Geld der Bank-Kunden angewiesen

Für die Europäische Zentralbank geht es in der Zypern-Krise auch um das eigene Überleben: Der Großteil der Staatsanleihen von Zypern sind bei der EZB als Sicherheiten hinterlegt. Sie machen ein Drittel des Eigenkapitals der EZB aus. Geht Zypern pleite, wankt die EZB.

Zypern: Supermärkte können keine Waren mehr einkaufen

Der zypriotische Finanzminister Michael Sarris glaubt, dass ein Deal mit der EU noch am Wochenende möglich ist. Die Abstimmung über die Zwangsabgabe soll am Sonntag erfolgen.

Nigel Farage: „Holt euer Geld von der Bank, so lange ihr noch könnt!“

Nigel Farage sieht in der EU-Zwangsabgabe eine unmissverständliche Botschaft an Italien, Spanien und Portugal: Sie sollen ihre Guthaben von den Banken abziehen, solange das noch möglich ist. Die Briten sollten damit anfangen, weil man in einem undemokratischen, rechtlosen Europa nicht mehr investieren könne.

Letzte Hoffnung: Zypriotischer Finanzminister nach Moskau gereist

Die Situation in Zypern nach der Abstimmung ist verzweifelt: Denn tatsächlich kann das Land nicht überleben, wenn die EZB nicht will. Wenn die Euro-Zone nicht einlenkt, verlieren die meisten Sparer ihr gesamtes Geld.

Merkel-Umfeld: Zypern-Nein ist ein „Akt der kollektiven Unvernunft“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach sagte in einer ersten reaktion aus Angela Merkels Umfeld: Die Zyprioten hätten die „ausgestreckte Hand zurückgestossen“.